Die konkreteste Gefahr der Gegenwart

Die konkreteste Gefahr der Gegenwart
Bar jeglicher Sentimentalität kann der amerikanische Realismus, welcher sich voll in der Gegenwart wähnt, auch in der Umkehrung erscheinen. Die Gefahr der Zukunft so überdeutlich vor Augen, dass uns die Gegenwart nur verkürzt erscheint. Der Mensch, genauer: die leere Abstraktion, genannt „Mensch“, schafft es nicht (mehr) bis zu seiner konkreten Bestimmung, nämlich die Überwindung des Reiches der „Notwendigkeit“ (eine von Marx gewählte Abstraktion speziell zwecks Beschreibung jener noch nicht vollen „Menschlichkeit“ ob der Herrschaft von Klassen) und verbleibt irgendwo in einer Zwischenwelt, dort wo die Notwendigkeit nicht aufhört (nunmehr in der Simulation) als Freiheit zu erscheinen. Doch die wahre Dystopie wäre, dass wir jeden Begriff von Freiheit endgültig verlören. Und dies erscheint mir als die konkreteste Gefahr der Gegenwart.

Einige wenige Konzerne beherrschen die Welt
Noch Salvatore Allende ist wahrscheinlich dafür gestorben, weil er gesagt haben soll, dass – und das jetzt aus dem Gedächtnis zitiert – nur einige wenige Konzerne die Welt beherrschen (werden). Heute wird man wahrscheinlich dafür nicht mehr umgebracht, da das „werden“ – mit oder ohne Klammer – sich erledigt haben dürfte. Konkret wissen wir, und das könnte schon wieder überholt sein, denn das habe ich 2013 im Deutschlandradio vernommen (der wiederum eine englischsprachige Information aus 2011 zugrunde lag), dass etwa 147 Personen/Familien, bzw. Institutionen/Unternehmen die rund 45000 transnationalen Unternehmen kontrollieren („Wir alle sind der Feind“, mein Leserkommentar und darin enthaltene weitere Kommentare vom 26. Nov. 2013, zu: Der Bauplan für ein sicheres Internet/Lehren aus dem NSA-Skandal/FAZ, 25.11.13).

faz.net/aktuell/feuilleton/medien/die-strategie-von-google-und-facebook-ueberwachen-und-verkaufen

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