Wider die Furien der selbsternannten Anti-Coronavirusleugner

Da Kommentare wie diese in letzter Zeit in Facebook gnadenlos und ohne Mitteilung gelöscht werden, und auch ob dessen grundsätzlichen Gehalts, kopiere ich nicht nur den Link zu Facebook, sondern auch die beiden Kommentare von mir in mein Blog.

Je länger ich mich gezwungen sehe, mich mit diesen Anti-Coronaleugner-Wichtel auseinanderzusetzen, bemerke ich, wie wenig ich eigentlich von diesem Kleinbürger wusste. Wie wandlungsfähig er ist. Nicht dass ich davon absolut keine Ahnung hatte, das hatte ich schon, denn schließlich leben wir, vielleicht nach der Schweiz oder Österreich, in dem kleinbürgerlichsten „Arbeiterland“ der Welt. Immer noch gehört der Löwenanteil der hiesigen arbeitenden Bevölkerung zur Lohnarbeiterklasse. Wenn auch ein Großteil davon zu den beamtenmäßig gehaltenen Angestellten gerechnet werden darf. Gestern noch, und das muss ich jetzt leider besonders deinem Geschlecht anlasten, liebe Daniela, denn es sind gefühlt mehrheitlich Frauen, sie mir da besonders auffallen, und ich hoffe, du verzeihst mir das, waren das d i e Leute, die gestern noch jeden Schwarzen oder Nordafrikaner, Letzterer von den Franzosen übrigens „liebevoll“ auch „Schwarzfüssler“ genannt, der ihnen auf der Fußgängerzone gefühlt näher als die berüchtigte Armlänge kam, sofort zur Anzeige brachten. Leute, die vor lauter Vergewaltigungsängste an jeder Lampe oder Ampel am liebsten noch eine Überwachungskamera hängen sähen. All diese Angsthasen, die sich vermutlich in Wirklichkeit nur dafür ewig grämen, dass sie in jüngeren Jahren sich nicht bei Playboy als „Häschen“ beworben haben, und die daher schon immer ihre Angstphantasien mit ihren Libidowünschen unter einen Hut zu bringen suchten, und daher vielleicht auch den „starken Arm“ der Staatsmacht gerne im Bett hätten, somit für alle Art von Gewaltphantasien wie Verschwörungstheorien, resp: männlich-hoheitlicher Gewalt, geradezu ein offenes Tor waren, mauserten sich Nullkommanichts in erklärte Feinde von „Verschwörungstheorien“, nämlich solchen, die ihren kleinbürgerlichen Ängsten und gestörten Träumen nicht den notwendigen Respekt erweisen. So projizieren sie ihre pseudoerotischen Phantasien auf so Kindergesichter wie diesen Drosten, und ihren ganzen Hass, ob der zu vermutenden Zurückweisung von seiten solch „unfruchtbarer“ Milchgesichter, auf so Männer wie Professor Bhahdi, dessen väterliches Mitleid sie natürlich auch nicht ertragen könnten. Ein Mensch, der für sie als Farbiger auch so wunderbar in ihre alten rassistischen Matrizen einzufügen geht. Hier wird’s wieder rund. Ja, natürlich ist dieser ganze Rassismus und diese unendlich-boshafte Naivität nicht im engen Sinne weiblich konnotiert, aber der so sublimierte wie paradox verdrehte Sexismus, den dieses Weib anscheinend so schmerzlos verinnerlicht, scheint diesem so etwas wie das zweite Gesicht geworden zu sein. Statt das kapitalistische Patriarchat zu bekämpfen, umtanzt es dieses wie einst die Furien die kranken Seelen, bzw. die Bakchantinnen in den antiken Dionnysien.

Die gängige Methode der „Volksverpetzer“ wie anderer „Faktenchecker“ beginnt immer wie folgt:
„Die Ausführungen des Experten für Schwindel-Anfälle sind nicht alle grundsätzlich falsch, jedoch beinhalten sie Übertreibungen, gefährliche alternative Denkansätze und irreführende Vergleiche.“
Und dann wird im schlimmstenfall, nein: nichts eigenständig untermauert, was man da so großspurig andeutet, oder gar im Detail entlarvt, was man da als „gefährlicher alternativer Denkansatz“ ankündigt, sondern seitenweise von anderen „Faktencheckern“ zitiert.
Und das liest sich dann so:
„Einer Recherche der Nürnberger Nachrichten und des bayrischem Rundfunks zufolge würden extreme Rechte die Gunst der Stunde nutzen, um gezielt Stimmung gegen Regierung und Behörden zu machen. Es formiert sich derzeit eine Allianz von Verschwörungstheoretiker*innen, Impfgegner*innen und Reichsbürger*innen, die über „Notstands-Regime“ oder „Gleichschaltung der einst freien Presse“ fabulieren. Die Vorlage dafür bieten einzelne Wissenschaftler*innen, wie der Mikrobiologe Prof. Dr. Sucharit Bhakdi oder besagter Hals-Nasen-Ohren Arzt Bodo Schiffmann, die mit ihren verharmlosenden Ausführungen und falschen Interpretationen zur COVID19-Pandemie großen Anklang in dieser Szene finden (Quelle).“
Kommentar: So wertlos wie bösartig verleumderisch. Da werden Leute wie Prof. Bhahdi, ich hatte sein Video auch ins Netz gestellt und kommentiert (siehe: ) rechtsradikalen Verschwörungstheoretikern in einem Atemzug genannt. Das ist ungeheuerlich. Und aus meiner Sicht ein Straftatbestand, genannt: Verleumdung.
(Meinen kürzlich erstellten Kommentar zu einem Video von „Widerstand 2020“ siehe:

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In Arbeit und Kapital, Das Feuilleton und das Patriarchat, Krise des Kapitals, Wissenschaft & Philosophie veröffentlicht | Kommentieren