Die Elite ist tot, es lebe die Elite

Die Elite ist tot, es lebe die Elite
Nach Rainer Mausfeld (Die Angst der Machteliten vor dem Volk), beginnt die Geschichte der Demokratie damit, dass die Herrschenden sich zur Elite verklären, und das Volk zur Schafherde machen. Wesentliches Element dieser Metaphorik war und ist, dass fortan die ganze Aufmerksamkeit des Volkes – der „Schafherde“ – auf die Hirten (Die Repräsentanten) gelenkt ist. So waren die Eigentümer (dieser Schafherde) aus der Schusslinie genommen. Zweck der Übung war und ist, die Demokratie auf das zu reduzieren, was sie heute erst so richtig geworden zu sein scheint: die Wahl darüber zu entscheiden, „welches Mitglied der herrschenden Klasse das Volk im Parlament ver- und zertreten soll.“ (Karl Marx, MEW 17, S. 340, Der Bürgerkrieg in Frankreich) Doch in dem Maße, wie die Schafherde das durchschaut, muss das Paradigma neu justiert werden. Die Hirten werden der „Elite“ zugeschlagen und dort vor aller Schafe Augen geschlachtet. Die Elite ist tot, es lebe die Elite. – Le roi est mort, vive le roi!

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In Arbeit und Kapital, Krise des Kapitals, Wissenschaft & Philosophie veröffentlicht | Kommentieren