So egoistisch wie kurzsichtig

So egoistisch wie kurzsichtig
Ein wichtiger Aspekt ist der für Deutschland viel zu schwache Euro. Dahingehend wohl auch ein Grund für die Stärke des Konsums, obwohl die Masseneinkommen seit etwa 1990 eher bescheiden steigen, wenn nicht gar in den unteren Einkommen stagnieren. Dabei bleibt Deutschland sog. Exportweltmeister, eben ob des schwachen Euros. Aber auch aufgrund der historisch niedrigen Lohnstückkosten, das Deutschland – unverdientermaßen sozusagen – zu einen Konkurrenten für die 3. Welt hat werden lassen. Mal abgesehen davon, dass die Zeche dafür von den unteren Einkommensbeziehern (und Dauerarbeitslosen) gezahlt wird, trägt eine solche Wirtschaftspolitik, die wir nicht zuletzt auch auf die sog. Reformen der Sozialleistungsgesetzen („Hartz-IV“) zurückführen dürfen, zur Verarmung eben dieser Welt bei. Ökonomisch so egoistisch wie kurzsichtig. Die Ungleichmäßigkeit der kapitalistischen Entwicklung (lokal wie global) vorantreibend und daher vor allem auch eine Gefahr für den Weltfrieden (an dieser Stelle empfehle ich den Band 21. aus Lenins Werk, in dem er sich mit dem Imperialismus, und hierbei besonders über den Zusammenhang zwischen ungleichmäßiger Entwicklung und imperialistischen Kriegen beschäftigt, u.a. auch, und das ist hochaktuell, mit der Losung der Vereinigten Staaten von Europa).

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In Arbeit und Kapital, Krise des Kapitals, Wissenschaft & Philosophie veröffentlicht | Kommentieren