Dafür „baut“ man wohl immer noch „am Türken“

Dafür „baut“ man wohl immer noch „am Türken“
Es sind zu viele der Opfer. Apropos Opfer. Auch ein Deutscher ist umgekommen, lese ich gerade in einem Artikel der FAZ („Ein Deutscher stirbt bei Zugunglück in Ankara“). Das lässt vielleicht bei jenen, die, vermutlich rakitrunken, immer noch die Türkei als so billige wie sichere Urlaubsdestination feiern, den hochgefahrenen Blutdruck runterfahren. Ich kann mich noch an die vielen Bus- und PKW-Unglücke in den 70er und 80ern erinnern. Ich selbst saß auch einmal in einem Taxi, das in den Bergen oberhalb von Antalya, ob der dort extrem schlechten Straßenbefestigungen, aber auch wegen des abenteuerlichen Fahrstils des Chauffeurs, beinahe abgestürzt wäre. Man baut Autos ohne die dafür nötigen Straßen und Züge ohne die geeigneten Schienenstrecken. Und die Fahrzeugführer sind ganz sicher von Allah ausgebildet. Dafür „baut“ man wohl immer noch „am Türken“.

Nicht „Türke“, sondern „türken“
Die Rede ist hier selbstredend nicht von dem Substantiv und Subjekt „Türke“, dazu könnten Sie was in meinem Blog erfahren, z.B. unter der Überschrift: Hurra-Türke oder Bürger der Türkei, sondern, und Sie haben es ja schon erwähnt, Herr Schultz-Gora, dem Verb und vielleicht nicht mehr ganz politisch korrekten „türken“, das ja auf „einen Türken bauen“ rekurriert. Bei den Russen kennen wir das unter „Potemkin’sches Dorf“. Wem da allerdings die Ehre der Originalität, bzw. das Erstgeburtsrecht gebührt, ist, glaube ich, historisch umstritten.

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In Krise des Kapitals veröffentlicht | Kommentieren