Wer die Kassandrarufe beizeiten überhört, erleidet schier endlose Zeit mit der Buße

Wer die Kassandrarufe beizeiten überhört, erleidet schier endlose Zeit mit der Buße
Transformation statt Revolution, ein Begriff, der längst in Teilen auch in der sog. postmodernen Linken Einzug gehalten hat. Das Problem dort wie hier scheint mir die Überschätzung der „Vernunft“ zu sein. Marxistisch formuliert, gibt es keine klassenübergreifende (nicht-Interesse-geleitete) Vernunft. Doch postmodern vermissen wir das dazu gehörige Subjekt! Und zugegeben, die Sache ist natürlich schon etwas komplizierter als das eine verkürzte Marxexegese vermutlich zu fassen vermag. Die sog. Vernunft (hier keineswegs zu verwechseln mit dem sog. „Interessenausgleich“, denn was juckt die Natur unser „Interesse“?) setzt sich gelegentlich doch durch, im Ergebnis dann aber oft verheerender Schlachten zwischen Klassen, Nationen und wie gesagt: „Interessen“. Der Schaden ist dann meist kaum noch gutzumachen. Mythisch formuliert: Wer die Kassandrarufe beizeiten überhört, erleidet schier endlose Zeit mit der Buße.

Interessante „Dialektik“
„Ich glaube erst an einen, wohlgemerkt menschengemachten, Klimawandel wenn wirklich ernsthafte Anstrengungen unternommen werden die auch nicht wieder (Hervorhebung durch mich, H.B.) mit der Schröpfung der Bevölkerung einhergehen.“ Das heißt übersetzt, Herr Müller: Sie nehmen die Wirklichkeit erst dann zur Kenntnis, wenn Sie sie widerlegt sehen. Interessante „Dialektik“.

faz.net/aktuell/wissen/erde-klima/kippt-das-klima-auch-bei-erreichen-des-zwei-grad-zieles

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In Arbeit und Kapital, Krise des Kapitals, Wissenschaft & Philosophie veröffentlicht | Kommentieren