Das Privileg des Menschen – die Unvernunft

Das Privileg des Menschen – die Unvernunft
Was passiert, wenn wir alle, unter dem Druck der Konkurrenz der künstlichen Intelligenz, „vernünftig“ werden? Ist doch das Handeln wider die Vernunft des Menschen Privileg. So besehen also wäre der Unvernünftigste unter uns nämlich der freieste wie auch vermutlich intelligenteste. Ein Vorbild für alle. Nach menschlichen Maßstäben. Natürlich bleibt die Frage offen, was Vernunft überhaupt ist, und, wenn es sie gibt, ob sie für alle gleichermaßen gilt? Wie auch immer. Wir sollten das ganz vernünftig überdenken! Vor einiger Zeit habe ich mich zu dieser Frage wie folgt geäußert.

Das Verhältnis von Freiheit und Notwendigkeit 
@Wolfgang Hennig: Der Mensch als Subjekt der äußeren Natur, ist das einzige Wesen, das nicht blind der Notwendigkeit folgt. Er besitzt die Freiheit eine bestimmte Perspektive dazu einzunehmen. Dennoch ist seine Freiheit immer noch „Einsicht in die Notwendigkeit“, wie auch Marx das formuliert. Also relativ. Für Marx bedeutet das, dass der Mensch immer noch, zusammen mit der übrigen Kreatur, das Reich der Notwendigkeit teilt. Das Reich der Freiheit betritt er erst, wenn er sich von der Notwendigkeit befreit hat. Dennoch besitzt er grundsätzlich die Möglichkeit „unvernünftig“ zu handeln, was ihm in aller Regel nicht nur Probleme bereitet, sondern einen Vorgeschmack gibt, auf das, was Freiheit bedeutet. Ganze Bereiche der menschlichen Kultur werden im Prinzip von der Unvernunft beherrscht, z.B der Bereich der „Liebe“, des Eros, der Sexualität. Und es kann kein Zufall sein, dass wir nur deshalb unser Mensch-sein da so stark fühlen. Ich weiß, dass das ein wenig poetisch klingt; aber auch das ist kein Zufall, sondern gewissermaßen „Notwendigkeit“ .

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