Der falsche Schein der „höheren Werte“

Der falsche Schein der „höheren Werte“
Dass der Konsum (und damit auch die „Finanzindustrie“) als Motor des Wirtschaftskreislaufs „entdeckt“ wird, folgt einer gewissen Realität in der Kapitalverwertung. Zu Kapital wird Geld erst im Nachhinein, nämlich dort, wo die Produktion von Waren und Dienstleistungen erfolgreich gewesen ist, also auf dem Markt. Und auf dem Geld- bzw. Kapitalmarkt erscheint das Investment als höherwertiges „Produkt“. Doch dieser höhere Wert ist nicht eine technische Eigenschaft dieses „Produktes“. Mehrwert entsteht nicht im Verteilungsprozess, also auf dem Konsummarkt und auch nicht in einer Finanzindustrie, sondern im Produktionsprozess von realen Werten. Dort wo Lohnarbeit durch die Aneignung des Mehrwertes zu Kapital wird. Und in dem Maße, wie die Metamorphose von Geld zu Kapital erfolgreich war, mag es erscheinen, als ob aus Geld Geld geworden ist, also die Finanzindustrie aus sich heraus höhere Werte generieren könne, wo dieser doch nur der Zugriff auf die „höheren Werte“ gesichert scheint.

faz.net/aktuell/wirtschaft/finanzmarkt-wie-die-investmentbanker-reich-wurden

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