Die Kapitalbewegung als Zombieveranstaltung

Die Kapitalbewegung als Zombieveranstaltung
Auch wenn es gewichtige Unterschiede geben mag zwischen dem Bitcoin und einer echten Währung, sagen wir mal dem Dollar (vom Euro als „echte Währung“ wollen wir pietätshalber nicht reden), bekommt man anhand des Schicksals dieser Internetwährung eine Ahnung auch vom möglichen Schicksal aller echten Währungen. Dass diese Währungen goldbasiert seien, ist eine unhaltbare Behauptung. Ganz abgesehen davon, dass auch das materiale Gold, also das glänzende Etwas in den Tresoren, nicht mehr nachgewiesen scheint, ist es wertlos ohne den Glauben an das Geld. Dieses nämlich als allgemeines Äquivalent für die realen Werte. Ohne den Geldfetisch verliert auch das Gold seinen Fetischcharakter. Und mittlerweile weiß jedes Schulkind, dass sich der Geldumlauf von den realen Werten abgekoppelt hat, so wie das Geld vom Gold. Jede echte Währung ist damit faktisch ein Bitcoin, eine Glaubensfrage. Geld scheint obsolet. Doch ohne die Vermittlung des („echten“) Geldes, ist auch die Kapitalbewegung eine Zombieveranstaltung.

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