Selbstkritik wäre angebracht

Selbstkritik wäre angebracht
Die Medien zu kritisieren, greift zu flach. Selbstkritik wäre angebracht. Denn auch und gerade das Europaparlament – Juncker lässt grüßen -, handelt nach der Devise: „Wahr“ ist das, was dieser Politik nützt, „unwahr“, was ihr schadet. Ist sie doch „alternativlos“. Nicht linkes „Gutmenschentum“, wie Konservative nicht müde werden, zu behaupten, kommt hier zum Tragen, sondern extremer Pragmatismus, welcher den Benthamschen Utilitarismus, aus der Frühzeit des Kapitals, mit dem transkapitalistischen Wahrheitsrelativismus zu vereinen scheint. Abgesehen davon, dass das mit dem Materialismus – dem dialektischen, wie historischen – einer marxistischen Linke, völlig unvereinbar ist, stärkt das jene Ultrarechte, die vorgibt, den Kapitalismus, die Marktwirtschaft, ja selbst den Liberalismus zurück zu seinen Wurzeln tragen zu wollen, in Wirklichkeit aber nur den gnadenlosesten imperialistischen Pragmatismus zu rechtfertigen sucht.

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