Der Kapitalismus und die orientalische Despotie

Der Kapitalismus und die orientalische Despotie
Obwohl der Kapitalismus in Russland nun wirklich Einzug gehalten hat (nach meiner Lesart der Geschichte, schon viel früher als offiziell eingestanden), bleibt dieses Riesenreich verhangen in der orientalischen Despotie. Nicht ganz identisch, mit der von Marx beschriebenen orientalischen Produktionsweise (ich verweise hier auf eine interessane Thesensammlung zu diesem unter Marxisten heftig diskutierten Thema: bronsteyn.wordpress.com/2012/03/18/asiatische-produktionsweise-thesen), denn geht es jetzt weniger um den mit dieser Produktionsweise verbundenen Gemeinbesitz an Grund und Boden, sondern eher um das Denken in diesen Strukturen. So ist der Herrscher das Symbol dieses Gemeinbesitzes. Und aus dieser Symbolträchtigkeit resultiert die orientalische Despotie. Vielleicht ist das der Grund, warum die Stolypinsche Phase, also jene 12 Jahre, die von den Einen als Reform, von den anderen als Reaktion bezeichnet werden, nicht zum Kapitalismus, sondern zur sozialistischen Oktoberrevolution führte. Und es scheint, als wolle Putin diese Erfahrung wiederholen.

faz.net/aktuell/feuilleton/eskalation-in-der-ukraine-muss-die-welt-wirklich-keine-angst-vor-russland-haben

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