Was ein Eichmann daraus wohl für einen Auftrag heraus lesen könnte?

Was ein Eichmann daraus wohl für einen Auftrag heraus lesen könnte?
nun, eichmann war kein ausbeuter.“ Das ist jetzt ein Satz, über den man wohl nachdenken sollte. Heißt das jetzt, dass einem Nichtausbeuter nicht die gleichen Reche zustehen, wie einem Ausbeuter? Oder meint dies genau umgekehrt? Diese Zuschreibung „kein Ausbeuter“ mal akzeptiert. Eichmann dürfte aber das gewesen sein, was Marx mit „Offizier des Kapitals“ umschrieben hätte. Er vernichtete „unwertes Leben“ im Auftrag dieses Kapitals. Wenn man dies offenherzige Bekenntnis jenes Ausbeuterpräsidenten (man sollte ihm dafür danken!) für einen Eichmann formulierte, dann würde dieser vielleicht, oder sogar ganz sicher, unter bestimmten Umständen, genau diesen Auftrag herauslesen – „unwertes Leben“ vernichten. Und das meine ich jetzt nicht zynisch, bzw. relativierend, da bisher nur als „Holocaust“ bekannt, also an Juden, „Zigeuner“, Kommunisten und „Geisteskranken“ vollzogen. Schließlich bewegen wir uns in Riesenschritten auf einen Zustand zu, wo Arbeitskraft „unwert“ geworden sein könnte. Die Entwertung hat ja schon begonnen. Noch scheint das Kapital ja diesbezüglich unentschlossen, bzw.: es hat noch keinen Eichmanns rekrutiert.

klausbaum.wordpress.com/2014/02/24/das-bose-ist-uberall

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