Mit fester Hand und ohne Skrupel

Mit fester Hand und ohne Skrupel
Spanien ist nie wirklich demokratisch geworden. Und zwar nicht nur, weil die Guardia Civil, jenem Markenzeichen eines Franco-Faschismus, 1 zu 1 in die „Demokratie“ hinüber gerettet wurde, sondern, weil der franquistische Staatsapparat insgesamt nicht angetastet wurde. Die Konsequenzen hieraus sahen wir zuletzt, als ein Richter versuchte, den Opfern des Faschismus wenigstens posthum Gerechtigkeit, oder auch nur Ehre, zukommen zu lassen, diese Rechte ihn zu Fall brachte. Auch die den Faschismus hervorgebracht habende soziale Struktur wurde nie angetastet. Es sind die Großgrundbesitzer, die heute vor allem die Armutsflüchtlinge aus Afrika ausbeuten. Es ist eine Sozialstruktur, die sehr Italien ähnelt, wo auch wenigstens 40 – 50 % des Grundbesitzes in den Händen der katholischen Kirche sind. Eine Basis auch dort für Mafia wie Faschismus. Denn auch dort werden die Armutsflüchtlinge aus Osteuropa von diesen Kräften bis aufs Blut ausgesaugt und gleichzeitig dafür benutzt, für einen neuen Faschismus zu werben.

Spanien zeichnet sich zudem auch durch den Einfluss des militant strukturierten Jesuitenordens Opus Dei aus. Eine „Loge“, die die Welt, dort wo sie sie beherrscht, nach aristokratischem Vorbild regiert. Mit fester Hand und ohne Skrupel.

Auch die Monarchie ist ein Produkt des Franco-Faschismus. „Pelele“ – Hampelmann -, nannte die revolutionäre Linke einst den Zögling Juan am Hofe Francos. Die Korruptionsaffäre seiner Zöglinge wiederum, passt da wunderbar hinein. Allerdings an dieser Geschichte, Anekdote oder nicht, zeigt sich die „moderne“ Struktur, welche diesem Franquismus einfach überzogen gezogen worden ist – die Macht europäischer Kartelle. So wuchs der mehr oder weniger halbfeudal geprägte Franco-Faschismus in eine Oligarchenherrschaft hinüber; darin nicht zufällig vergleichbar einem Mafia-Staat wie Russland.

Die jüngsten Gesetze gegen Demonstrationen zeigen diese Beziehung auf. Auch Putin versucht seine Gegner zunächst ökonomisch auszubluten, bevor er sie in den Gulag steckt. Doch am Umgang mit Ausländern, mit Armutsflüchtlingen und Asylsuchenden, zeigen solche Regime ihr wahres Gesicht – die Fratze des Faschismus, inmitten, oder am Rande, eines sogenannten demokratischen Europas. Auch der Neozar Putin spielt heute wieder eine Rolle, wie sie Engels einst dem zaristischen Russland anlastete. Als eine „Gefahr für die demokratischen Völker Europas“.

blogs.faz.net/wost/2014/02/18/die-grenzer-des-kapitalismus

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