Jetzt fehlt nur noch die „Emma“ mit der Burda

Diesen Beitrag habe ich jetzt zweimal versucht zu senden. Er erscheint noch nicht mal in mein.faz.net. Auch das ein Akt der Hilflosigkeit, nämlich des bürgerlichen Journalismus’s, ob der Evidenz der Barbarisierung der Gesellschaft.
Nachtrag: Nun sind sie – nach einem Tag – alle beide freigeschaltet. Nett!

Jetzt fehlt nur noch die „Emma“ mit der Burda
Der eigentliche Skandal ist, dass wegen einer solchen Beschuldigung der arme Kerl ungeprüft ins Gefängnis gesteckt wird. So wie die Sache sich darstellt, scheint die Dame entweder geschäftliche Interessen zu verfolgen, und dies ohne jede Skrupel, oder die Symptomatik einer Borderliner-Persönlichkeit aufzuweisen, was aber fast auf dasselbe hinausliefe. Und das „Denunziantentum“ ist so die Kehrseite zu dieser Symptomatik, wie der Borderliner zu unserer aktuellen Gesellschaftsstruktur. Auch diese scheint von keinen Skrupeln geplagt. Die Naivität der Behörden, welche solchen Anzeigen ungeprüft Glauben schenken, erweist sich damit aber als Hilflosigkeit. Hilflos, ob der verinnerlichten pathologischen Struktur einer Gesellschaft, deren Individuen sich gegenseitig zur Gefahr werden. Jetzt fehlt nur noch die „Emma“ (Schwarzer) mit der Burda (pardon: „Bunte“ müsste es heißen).

In welchem Kindergarten leben wir eigentlich?
Was soll den Mann nicht lassen, Frau Lorenz? Schlüpfrige Bemerkungen? Weil so etwas als sexuelle Belästigung, wenn nicht gar Vergewaltigung ausgelegt werden kann? Es stellt sich die Frage, ob die Dame ihn zu solchen Bemerkungen ermutigt hat, oder nicht? Wenn ja, dann wären sie Teil eines erotischen Spiels. Wenn nein, dann besitzt der Gute vielleicht nicht die für sein Alter angemessene erotische Intelligenz. Und natürlich könnte man eine verfehlte erotische Attacke als Belästigung interpretieren. Doch die Dame spricht von Vergewaltigung. Nach 2 Monaten? Es handelt sich bei dieser Dame um keinen Teenager mehr, der sich nach einem solchen Vorfall vielleicht voller Scham ins Zimmer einschließt. Und wo man einem Karl Dall vielleicht einen Mangel an erotischer Intelligenz unterstellen könnte, wäre bei dieser über 40-jährigen Dame ein Mangel an Selbstbewusstsein zu vermuten. – Wenigstens! In welchem Kindergarten leben wir eigentlich?

faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/ermittlungen-in-zuerich-karl-dall-wehrt-sich-gegen-vergewaltigungs-vorwurf

www.pdf24.org    Sende Artikel als PDF   
Dieser Beitrag wurde in Das Feuilleton und das Patriarchat, Krise des Kapitals veröffentlicht. Ein Lesezeichen auf das Permalink. setzen. Kommentieren oder einen Trackback hinterlassen: Trackback-URL.

Ein Trackback

Einen Kommentar hinterlassen

Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.