Das hysterische Subjekt

Das hysterische Subjekt
Es kommt mir Jacques Lacans „Diskurs des Hysterikers“, resp. Zizeks Bezugnahme (Die Parallaxe), in den Sinn. So sucht das hysterische Subjekt verzweifelt das zu beherrschen, dem es sich unterwirft. So darf mehr Datensicherheit bezweifelt werden, wenn Emails nicht über die USA geleitet. Das dürfte so obsolet sein, wie die Trennung des Produzenten vom Konsumenten. Und dies nicht nur, weil wir zukünftig alle über einen Home-3D-Drucker verfügen werden. Wir produzieren nicht nur unser Konsumentensein, wir verkonsumieren auch unser Produzentensein („Autokannibalismus“ bei Robert Kurz). Und hysterisch scheint mir auch die Annahme, dass das „angelsächsische“ Kapital „das Böse“ sei. Die Formbewegungen des Kapitals unterscheiden zwar Subjekte des Kapitals, doch bringen sie keine unterschiedlichen Gestaltungen hervor. Und alle Formbewegungen unterliegen demselben Phantasma. Wenn ein Kapital „paranoid“ ist, dann nicht, da in Greenwich Village zuhause, sondern am Ende seiner Laufzeit angekommen.

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