Die Paranoia scheint gerechtfertigt

Die Paranoia scheint gerechtfertigt
Vielleicht klingt das jetzt ein wenig paranoid, was ich sage, doch: man lernt immer dazu. Lassen wir uns durch diese (inszenierte) Schmierenkomödie nicht davon abhalten, zu begreifen, dass Deutschland mitnichten ein abhängiges Land ist. Anders sieht das schon in gewissen Subkontinenten aus. Brasilien zum Beispiel. So reich es auch geworden scheint, und angeblich gehört es zu den „Schwellenländern“, bleibt nachwievor von der „Supermacht USA“ abhängig. Es ist daher clever, wenn die Merkel in der NSA-Affäre den Schulterschluss mit Brasiliens Regierungschefin sucht. So schmuggelt man sich in die Reihe der Opfer/der „Kriegsgegner“ dieser ganzen Aktion hinein. Und Opfer oder Kriegsgegner sind die Nationen, die auf diese Weise daran gehindert werden sollen, die Hegemonie der USA zu gefährden. Und Deutschland gefährdet diese nicht. Es ist, wenn auch subalterner, Teil dieser Hegemonialherrschaft. Und eine solche Herrschaft wird von Feinden umzingelt sein. Die Paranoia scheint gerechtfertigt.

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Ein Trackback

  • Von Die Paranoia ist berechtigt am 1. November 2013 um 10:35 Uhr veröffentlicht

    […] Die Paranoia ist berechtigt „Die ein Spiel spielt, dessen Spielregeln sie selbst nicht mehr kennt“. Wann hätte das Kapital je seine eigenen Spielregeln gekannt. Mystifiziert, bedeutet eben nicht erkannt. Adam Smiths „unsichtbare Hand“ hat bezüglich der „Wertgesetze“ nicht mal den Horizont eines Aristoteles überschritten. Und auch Ricardos Schriften über das Wertgesetz stellen bzgl. dessen Bedeutung bestenfalls eine Ahnung dar. Ohne Respekt vor der „Arbeitswertlehre“, wie sie Karl Marx im „Kapital“ als grundlegendes Wertgesetz aufstellte, dennoch irgendwie getrieben von deren Auswirkungen, verliert sich das Kapital eben in einer „soziale(n) Mathematik, deren Prämisse die Paranoia ist“. Die Exzesse im Finanzkapitalismus treiben die einer NSA blind vor sich her. Wo ein Finanzkapital reale Werte vernichtet, um virtuelle zu erzeugen (der erst kürzlich unter tragischen Umständen viel zu jung verstorbene Robert Kurz nannte das Autokannibalismus), da ist Jeder Jedermanns Feind. Die Paranoia ist berechtigt. […]

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