Kurzsichtige Kundenakquise

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“Ohne diese Berichte und Auftritte, wäre aus der ,AfD nicht die politische Kraft geworden, die sie heute ist’“. Oh ja, bei jeder passenden wie unpassenden Gelegenheit, wird bedeutungsschwanger angemerkt, was AfD-Politiker – nicht selten ist es Gauland – dazu und hierzu gesagt hätten. In aller Regel nicht mehr als anekdotisches. Das wiederum ist medienökonomisch so kurzsichtig, wie medienpolitisch das Verschweigen von „Tätermilieus“ bei Kapitalverbrechen kontraproduktiv. Die, die ihr Weltbild nur bestätigt sehen wollen, suchen ja gerade in diesem Konflikt zwischen ihrem Selbst und dem „Anderen“ nach jenen „Leerstellen“, die es ihnen erlauben, ihren nihilistischen Selbsthass gegen die „Anderen“ zu kehren. Repräsentanten eines (selbst-)kritischen Diskurs‘, welche sie ob ihrer obsessiv aufgeladenen und eben antikritischen wie bruchstückhaften Bewusstseinsinhalten als geschwächte „Andere“ identifizieren, sind ihnen die idealen Objekte eines dann – mit ihresgleichen – demagogischen Mainstreams.

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