Die Regierung gehört ihm

Auch an dieser Kritik scheint die FAZ-Redaktion kein sonderliches Interesse zu haben. Andere Beiträge werden freigeschaltet. Der meinige bisher nicht. Und das obwohl ich das freundlich kommentiere, wenn auch weiterführend.

Die Regierung gehört ihm
Eine fast zu schöne (satirische) Kritik. Doch ich befürchte, dass Erdogan aus dieser – nun vollständig ihm gehörende – Regierung (und darin nicht zufällig ähnlich dem Trump) eine derartige Satireveranstaltung (jetzt mal die Opfer weggeblendet, was natürlich nicht geht; apropos „Opfer“, siehe aber auch: Was Täter und Opfer verbindet, vom 21.01.2016, in der FAZ, anzuwenden, insofern ich auch die Anhänger Erdogans als dessen „Opfer“ bezeichnen würde, Stichwort: schwaches Ich) macht, dass jede Satire darüber obsolet erscheint. Sich eines Louis XIV „l’état, c’est moi“ anverwandt wähnend, meint er wohl: „Die Regierung gehört mir.“ Und da das entgegen jeder historischen Kolportage schreckliche Wahrheit zu sein scheint, bleibt dann die Hoffnung, dass er recht schnell zu der Erkenntnis gelangt (und das soll Louis eigentlich gesagt haben, nämlich an seinem Totenbett): „Ich gehe fort, doch der Staat bleibt zurück.“ – „Je m’en vais, mais l’Etat demeurera toujours.“

faz.net/aktuell/feuilleton/brief-aus-istanbul/wirtschaft-das-hat-der-doch-studiert-brief-aus-istanbul
uch an

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