Spuren des typisch deutschen Antisemitismus

Wie zu vermuten war, tut die FAZ sich mit diesem Kommentar schwer. Kritik des Antisemitismus, die zugleich die sog. deutsche Staatsräson unter die Lupe nimmt, also diesen Antisemitismus (wie auch die regierungsamtliche diesbezügliche Doppelzüngelei), wird in der FAZ nicht geduldet.
Nachtrag: Spät, aber doch: Der Beitrag wurde freigeschaltet. Ich gestehe: ich bin überrascht!

Spuren des typisch deutschen Antisemitismus
„Dass der Berliner Rabbiner Walter Homolka befürchtet, Ratzingers Text könne insoweit auch als Wegbereitung für christlichen Antisemitismus gelesen werden, ist zumal in Zeiten nassforscher digitaler Instrumentalisierung in der Tat nicht auszuschließen.“ Ausgehend von der offenkundigen Tatsache, dass dieser „deutsche Papst“ mehr als ein Skandal wert ist, darf das auch mehr als eine Annahme sein. Ich verweise auf meinen Kommentar „Zwischenreich aus Mafia, Politik und Geistlichkeit“, in der FAZ vom 26.6.12, wo ich Ratzingers Israelbesuch kommentiere, bzw. auf einen längeren Blogeintrag schon am 24.5.09, in dem ich über mehrere FAZ-Artikel hinweg, anhand der Skandalgeschichte der damaligen Preisverweigerung an den Iraner Kermani, einer Spur in Richtung „deutscher Doppeldiplomatie“ folge („Orthodoxie oder Moderne“). Spuren, so widersprüchlich sie scheinen (Islamfeindlichkeit vs. Antisemitismus), letztlich immer zu dem typisch deutschen Antisemitismus führen.

faz.net/aktuell/feuilleton/hoch-schule/ins-unreine-geschrieben-zwei-paepste-uebers-judentum

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