Der Terrorismus mag besiegbar sein, die Ignoranz offenbar nicht

Ich schätze mal, dass die FAZ diesen Beitrag von mir nicht freischalten wird. Nicht, wenn die Täterschaft des sog. „Tiefen Staates“ so deutlich belegt scheint, wie in der von mir erwähnten neuen Recherche zum Barschelmord. Dass auch ich die Barschel-Affäre immer schon auch im Kontext des „Tiefen Staates“ dechiffrierte, wenn auch nicht explizit, belegt dieser Beitrag vielleicht: Der Einzelne ist nichts.
Nachtrag: Ich muss mich wohl vor dem (Über-)mut der FAZ-Redaktion verneigen. Sie hat den Beitrag jetzt doch noch freigeschaltet.

Der Terrorismus mag besiegbar sein, die Ignoranz offenbar nicht
Jene unauffindbare 3. Generation der RAF hat wohl das zu leisten, was der Irrlauf der sog. magischen Kugel beim Kennedy-Mord vermochte: die Ablenkung von einer Staatsaffäre. Ähnlich wie bei den Morden an Olof Palme und Uwe Barschel, wo der Westend-Verlag auf der Buchmesse eine spannende Recherche vorgestellt hat (Im Spinnennetz der Geheimdienste), und wo das akribisch aufgearbeitete Material die Iran-Contra-Affäre als den eigentlichen Kontext hervorbringt, und ein weiterer Mord die Befehlskette all dieser Morde aufdeckt, und somit auch die Auftraggeber der Morde an Palme und Barschel. Und da fällt mir immer wieder das Eingeständnis Josef Ackermanns ein, auf die Frage von Maybrit Illner nämlich, warum wir von der Deutschen Bank – nach der Ermordung Herrhausens – nichts mehr zum Thema „Schuldenmoratorium für die 3. Welt“ hören, welches da verblüffte mit: Weil es mir dann vielleicht auch so gegangen wäre wie Herrhausen. Der Terrorismus mag besiegbar sein, die Ignoranz offenbar nicht.

faz.net/aktuell/politik/inland/die-lehren-aus-dem-raf-kampf-zum-schleyer-mord-1977

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