Wenn das Selbstbewusstsein im reziproken Verhältnis zum Ehrgefühl steht

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Wenn das Selbstbewusstsein im reziproken Verhältnis zum Ehrgefühl steht
Es ist der gehobene „Habitus“ (Bourdieu, Die feinen Unterschiede), das Gefühl, nun Teil der „Gesellschaft“ zu sein, was bestechend wirkt, mehr als all das Geld, was da allerdings zusätzlich noch fließt. Daher sind die korruptesten Politiker nicht selten die, die von ganz unten kommen. Die Wirkung ist umso größer als der ursprünglich mal gewesene Abstand. Die skandalträchtigsten Fälle, wenn auch nicht die größten vermutlich, sind die um Ex-Kanzler Schröder und Ex-Bundespräsident Wulff. Interessanterweise im Kontext verbandelter Seilschaften. Mal ging es um viel, mal um weniger viel Geld. Bei Wulff sogar um so wenig Geld, dass dies peinlicher wirkte als eines Schröders Schamlosigkeit im Umgang mit seinen „lupenreinen“ Spießgesellen. Dass Schröder sich nicht bestochen fühlt, wenn ein Finanzdienstleister, der zuvor von gewissen Reformen unter ihm profitierte, Millionen für eine Biographie spendiert, verweist auf ein Selbstbewusstsein das wohl im reziproken Verhältnis zum Ehrgefühl steht.

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