Müssen wir einfach nur unsere Perspektiven verschieben?

Müssen wir einfach nur unsere Perspektiven verschieben?
„Ein Verhältnis, das in keiner Weise die Geschlechterverteilung der Forschercommunity wieder spiegelt…“
Ich denke, da haben Sie sich verschrieben: widerspiegelt sollte es wohl heißen!? Aber das nur nebenbei. Ihre Beiträge sind für mich jedes Mal ein außerordentliches Erlebnis. Ich möchte an dieser Stelle jetzt weniger auf die Nobelpreis-/Geschlechtergerechtigkeit eingehen, obwohl ich glaube, dass es zwischen dieser „Ungerechtigkeit“ und den Schwächen in dieser Wissenschaft einen Zusammenhang gibt. Die Perspektiven scheinen geschlechtsspezifisch. Und sie gehören daher dringend verschoben! Vielleicht nur auf der semantischen, pardon: anekdotischen Ebene einen kleinen Beweis. Wer Lisa Randall und Brian Greene vergleichend liest, dem fällt vielleicht auf, dass da wo Brian Greene von den „vibrierenden Strings“ redet, Lisa Randall diese „oszillieren“ sieht. Wie gesagt, nur eine Anekdote. Und es fällt mir auf, dass der gegenwärtig (für mich; ich bin eben ein Mann!) interessanteste Wissenschaftler auf diesem Gebiet, nämlich Stephan Hawking, das alles aus einem Loch heraus (schwarz oder weiß, groß oder klein) entwickelt haben sehen will. Und war da nicht eines Tucholskys „soziologische Psychologie der Löcher“? Und auch Slavoj Zizek scheint fasziniert von den Löchern, pardon: Lücken. Ja, die Fixierung auf die Löcher (und ihre Synonyme), das dürfte männlich sein. Was spräche dagegen, dass eine Frau diese Dinge aus der genau entgegengesetzten Perspektive sieht, der Welt der Dinge, der handfesten Materie (spräche so nebenbei auch für einen weniger idealistisch geprägten weiblichen Verstand)? Ich würde daher ihre Frage vielleicht auch umformulieren in: Ist die (dunkle) Materie weiblich vs. einer vielleicht „männlich“ konnotierten (dunklen) Energie (auch in den „Löchern“)? Oder liegt die Antwort nach Zizek, etwas weniger anzüglich formuliert, in der „Lücke“, entstehend aus der männlich-weiblichen Parallaxenverschiebung? Oder anders formuliert: Müssen wir einfach nur unsere Perspektiven verschieben?

blogs.faz.net/planckton/2017/01/07/ist-dunkle-materie-weiblich

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