Eins teilt sich in zwei

Eins teilt sich in zwei
Die „Überlichtgeschwindigkeit der Raumzeit“ selber, wäre das jetzt wieder eine andere Geschwindigkeit als die behauptete Instantanität zwischen verschränkten Quantenteilchen? Oder gibt es da einen Zusammenhang? Ich stelle die Frage aus einem ganz bestimmten Grund, die ich mir als Nichtphysiker selber nicht beantworten kann. Ich vermute nämlich, rein logisch hergeleitet, dass die Instantanität die verschränkten Quantenteilchen so aussehen lässt, als wären sie „eins“. Und angenommen, sie wären eins, ich rekurriere jetzt mal auf den Satz der Dialektik „eins teilt sich in zwei“, könnte es doch naheliegen, dass die „Überlichtgeschwindigkeit“ einer Raumzeit selber eine Illusion darstellt; analog der Annahme, dass es in der Quantenwelt weder Raum noch Zeit gibt, also auch keine messbare Geschwindigkeit. Und das könnte uns erklären helfen, warum die Annahme einer „Überlichtgeschwindigkeit einer Raumzeit selber“ eine eben solche Illusion wäre. Bzw., es würde evtl. auch erklären helfen, dass alles, was nicht mit Lichtgeschwindigkeit zu erklären ist, gar keine Geschwindigkeit ist, sondern die Instantanität verschränkter Quantenteilchen darstellt. Damit wäre alles was schneller als Lichtgeschwindigkeit angenommen wird, gar keine Geschwindigkeit, sondern Quantenfluktuation, also die Beziehung zweier Teilchen, die in Wirklichkeit eins sind. Und damit wäre die Raumzeit selber, die hier als schneller als Lichtgeschwindigkeit diskutiert wird, identisch mit der Quantenfluktuation. Und für mich, als Nichtphysiker wohlgemerkt, stellt sich das dann so dar, als wenn sich genau hier der Kosmos der kleinsten Teilchen mit dem Makrokosmos berühre. (An dieser Stelle fällt mir die elegante Gleichung von Brian Greene ein: R = 1/R, Das elegante Universum, siehe auch: Eine elegante Betrachtung.) Ohne sich wirklich zu berühren. Denn sonst würde uns die einheitliche Theorie; die eine Theorie also, welche die Welt des unendlichen Kleinen und des unendlichen Großen aus „einem Guß“ erklärte, nicht solche Probleme bereiten.

Verschränkte Teilchen auch in der molekularen Welt?
Guten Tag, Frau Ximera: Ja, das ist verwirrend. Aber ich bin ein sturer Hund; und ich will es wissen. Mich beschäftigt die Frage, was denn vor dem Urknall war/gewesen sein muss, schon sehr lange. Vor kurzem fiel mir sogar ein interessantes Buch in die Hände, und zwar von Brian Clegg: „Vor dem Urknall“, Eine Reise hinter den Anfang der Zeit.

Ziemlich unzufrieden machte mich der Versuch eines Kernphysikers aus Frankfurt vor Jahren, der behauptete, dass die Instantanität, wie wir sie bei verschränkten Teilchen „beobachten“, auch in der molekularen Welt vorkommen müsse. Mit Darwins Selektion und Mutation wäre diese Welt nicht so artenreich geworden. Nicht in der bekannten Zeit. Er sprach von Telepathie zwischen den verschränkten Molekülen. Mir wollte das damals etwas zu metaphysisch vorkommen, zumal mir da eine Anlehnung an die „Kreationisten“ durchzuschimmern schien, also die „unsichtbare Hand“ einer übersinnlichen Intelligenz.

Eine Option hieraus wäre auch, dass unser Kosmos in der Tat so etwas wie ein einziger lebendiger Organismus (vgl. „Gaja-Projekt“) ist. Und wir wären weniger das Subjekt hierin, als vielmehr dessen Parasiten. Merkwürdig nur, dass die Vertreter solcher Theorien nicht selten reaktionär sind. So verneigen sie sich vor dieser von ihnen behaupteten „intelligiblen Kreatur“ tiefer, als vor der intelligenten – dem Menschen –, also dem Kreateur. Man müsse diesen Organismus u.U. von dessen Parasiten befreien, höre ich nicht selten aus dieser Ecke. Doch da fällt mir ein, was ich bei Hoimar von Ditfurth gelesen habe, in „Der Geist fiel nicht vom Himmel“; nämlich, dass das menschliche Gehirn, dessen ältesten Teile so alt seien wie die ersten Einzeller, nur durch den Einfluss von Viren möglich geworden ist. Viren sollen ja Lebewesen sein ohne eigenen Stoffwechsel, also eigentlich gar keine Lebewesen. Irgendwo vielleicht zwischen der physikalischen und der biologischen Welt angesiedelt. Somit weniger ein Parasit als eine Existenzweise, die in ihrem eigenen Kosmos zu leben scheint.

Und da fällt mir auch ein, was die klassische Homöopathie zur Rolle der Viren sagt. So sei z.B. die Entwicklung des Kindes, insbesondere dessen geistige Entwicklung an den Rhythmus der Kinderkrankheiten gekoppelt. Nach jeder erfolgreichen Überwindung einer Kinderkrankheit, wäre ein neuer Schub bei dem Kind zu beobachten. (Aus diesem Grund lehnt die Homöopathie die Impfungen ab!) Wie wäre es also, dass es hier weniger um die Überwindung der Viruserkrankung geht, als um den Einfluss des Virus selber? Und ich habe ganz persönlich den Eindruck gewonnen, dass Viren, wenn sie auftauchen, also Ursache von Erkrankungen geworden sind, gleichzeitig überall sind. Man kann sich kaum gegen sie schützen, ganz anders als bei Bakterien, zum Beispiel.
Also hier wieder das vermutete Phänomen der Instantanität.

Und mir kommt dabei der Gedanke, dass wir womöglich alle in verschiedenen Kosmen leben, mehr nebeneinander als miteinander (und wenn miteinander, dann in Krisen – antagonistisch verbunden; also ganz und gar nicht als ein „einziger Organismus“, womit auch der „Kampf gegen die Parasiten“ erledigt wäre: alle Existenzweisen haben dieselbe Berechtigung zu existieren, in demselben Kosmos, der womöglich eh gar nicht der ein und derselbe ist!); und wir daher die Phänomene von Zeit und Raum, über diese Kosmen hinweg, nicht wirklich auflösen können.

Und vielleicht sollten solche Beobachtungen viel ernster genommen werden, da als Wink mit dem Zaunpfahl dahingehend gar nicht mehr zu übersehen, nämlich, dass wir nicht innerhalb eines Uni-versums leben, sondern in den sprichwörtlichen Multi-versen?
Unsere Perspektiven sind einfach nicht zu vereinen. So wie wir Zeit verstehen, gilt vielleicht nur innerhalb unseres ureigenen Kosmos, also in des Menschen Kosmos. (Wie lange lebt eine Eintagsfliege aus der Perspektive einer Eintagsfliege?) Durch unseren Geist hindurch (analog dem Weg des Lichtes durch unsere Augen) geht nur das, was sich diesem Geist erschließt; also das, was dieser womöglich erst selber geschaffen hat. Und das scheint ja das Phänomen mit der Quantenphysik zu sein: wir messen nur etwas, was wir selber geschaffen zu haben scheinen, also im Akt des Messens selber angelegt zu sein scheint.

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