Wo die Ökonomie im Spannungsfeld der gesprengten Politik verbleibt

Auch dieser Beitrag wurde von der FAZ-Redaktion nicht freigeschaltet und ganz schnell aus mein.faz.net gelöscht. Der Redaktion war wohl die Sicht auf ihr eigenes Zombie-sein nicht ganz geheuer! Doch Spaß beiseite, dass bei der FAZ ein solcher Beitrag der Zensur zum Opfer fällt, lässt einem schon nachdenklich werden. Ein nicht mal besonders klassenkämpferischer Beitrag, eher wissenschaftlich-analytisch. Die Lage scheint schlimmer als hier anskizziert:

Wo die Ökonomie im Spannungsfeld der gesprengten Politik verbleibt
Zizek spricht vom post-hysterischen Subjekt. Und darin zeigt sich die Krise eines Kapitals, welches sich seiner Ablösung, sprich: Überwindung als letzte aller Klassengesellschaften mit aller Macht und List widersetzt. Die letzte aller ökonomischen Gesellschaften will die Staffel nicht weiterreichen. So verbleibt die Ökonomie im Spannungsfeld einer Politik, deren Voraussetzungen sie längst gesprengt hat. Doch die Trümmer des Gesprengten fliegen den Akteuren umso heftiger um die Ohren. Das erklärt auch die neue Lust am Privaten. Doch ist diese nur eine Perspektive. Denn aus der Sicht der Herrschenden und ihrer Parteigänger. Sie wirken müde. Doch wie sieht es unten aus? Dort scheint das hysterische Subjekt noch voll in Aktion. Nicht ermüden wollend. Pegida lässt grüßen. Und auch der Brexit wird von derselben Hysterie getragen. Man mag das dort für „alternative“ Politik halten. Doch solange sie nicht die Postökonomie repräsentiert, bleibt sie Politik in der Abwicklung. Und als solche – zombiehaft.

faz.net/aktuell/feuilleton/ich-will-mein-leben-zurueck-vom-selbsthass-zum-selbstgenuss

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