Wider den Kriegskurs der Herrschenden: Die „Solidarität der Demokraten“ oder eine revolutionäre Linie?

Infolge der zum Teil massiven Wahlerfolge der AfD, wie mancherorts auch NPD, erzeugen einen hysterischen Diskurs innerhalb des bürgerlichen und kleinbürgerlichen Lagers. Für die Revolutionäre Linke, will heißen: jene sozialistische Linke, die der marxistischen Theorie weiterhin zu folgen vermag und diese dabei im Sinne Marxens weiterzuentwickeln, kann das nur bedeuten, dass sie vor allem ihre theoretischen Anstrengungen verstärkt. Sich vor allem dabei abgrenzt von der von Sozialdemokratismus und Revisionismus verdorbenen arbeiteraristokratischen und kleinbürgerlichen pseudosozialistischen Utopien.

Der Ausgang des Kampfes gegen den imperialistischen Krieg, auf den sich im Moment alles zuzuspitzen scheint, hängt wesentlich davon ab, ob die revolutionäre Linie über die diversen Spielarten des Opportunismus siegt. Und auch wenn wir die Einheit der revolutionär-demokratischen und solchermaßen kleinbürgerlichen Bewegung mit der sozialistischen Bewegung mit im Auge haben müssen, denn wie Marx betonte, kann der Sozialismus nicht siegen ohne seine Verbindung zur revolutionären Demokratie (wobei er damit eine Neuauflage eines Bauernkrieges meinte; und die ökologische Krise ist im wesentlichen die Krise der bäuerlichen Landwirtschaft, die es zu nutzen gilt!), müssen wir uns,“bevor wir uns vereinigen, erst entschieden voneinander abgrenzen“ (Lenin). Nichts ist gefährlicher als eine chauvinistische „linke“ Bewegung. Denn dieser Angriff kommt von Innen. Und um solchen Angriffen zu begegnen, müssen wir vor allem die marxistische Theorie stärken und weiterentwickeln. Ja weiterentwickeln!

Was gegenwärtig ansteht, hat noch keine revolutionäre Klasse in der Geschichte zu leisten gehabt. Von ihrem Schicksal hängen Überleben und Freiheit der gesamten Menschheit ab. Gegen eine verschwindend kleine globale Klasse. Einer Klasse in ihrer ultimativen Krise. Doch einer Klasse, die lieber diesen Planeten pulverisiert als abzutreten.

Imperialistischer Krieg oder Untergang, das scheint die Losung der Zeit zu sein. Ein Maximum an theoretischer Klarheit muss mit einem Maximum an Flexibilität verbunden werden. Die Anwendung der materialistischen Dialektik muss zur wahren Meisterschaft getrieben werden.
Kein Riss innerhalb des herrschenden Gefüges darf übersehen werden, keine Differenz innerhalb der Herrschenden nicht genutzt werden. Doch niemals dürfen wir die geringste Konzession an den Chauvinismus machen. Das ist nicht nur die Lehre Liebknechts, Luxemburgs und Lenins, sondern vor allem auch zweier Weltkriege. Und damit das nicht passiert, ist eine nüchterne Betrachtung der eigenen Kräfte vonnöten. Und schwächer als gegenwärtig kann die Revolutionäre Linke in Deutschland gar nicht sein. Doch sollten wir die Waffe der Revolutionären Theorie anwenden, steht uns nichts im Weg. Werden wir erstarken. Denn das ist unsere Epoche. Die Epoche, in der die Revolutionäre Theorie zur materiellen Gewalt wird. Die Epoche, in der Theorie und Praxis eine Massenbewegung sein werden.
Die hochentwickelte kapitalistische Produktionsweise schafft die Voraussetzungen dafür. Der Kapitalismus selber kann nicht mehr existieren ohne alle materialen wie geistigen Kräfte zu mobilisieren. Der letzte Lohnarbeiter wird ein Geistesarbeiter sein. Doch, ob er als solcher ein Sklave sein wird, oder ein freier Mensch, hängt nicht allein davon ab, dass das Kapital seine eigene Herrschaft untergräbt, sondern inwieweit die sozialistische Bewegung das zu nutzen vermag.

Die sog. Demokratischen Parteien sind als Parteien des Finanzkapitals für diesen "ideologischen" Zustand verantwortlich….

Posted by Herold Binsack on Sonntag, 13. März 2016

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