Das Maschinengewehr ist im Moment noch eine Metapher

Dass Don Alphonso großzügiger mit kritischen Kommentaren umgeht, ist mittlerweile nur noch ein von ihm in Szene gesetzter Mythos. In letzter Zeit werden meine Beiträge auch von ihm zensiert. So wurde der 2. Beitrag nicht freigeschaltet!
Nachtrag: Der Beitrag wurde dann doch noch freigeschaltet, aber viel zu spät. Und ich denke, es lag an dem Link zu „Schirrmachers Tod“, im Beitrag: Ignoranz kommt schlimmer als Penetranz, dass der Beitrag so spät freigeschaltet wurde. Er wurde übrigens bei Don Alphonso entfernt!

Das Maschinengewehr ist im Moment noch eine Metapher
Die Ursachen liegen bei der Politik, die die falschen Prioritäten setzt und die Folgen nicht bedenkt.“ Ja, so zumindest sieht es aus. Doch glaube ich, dass die „falschen Prioritäten“ bewusst gesetzt sind. Die Folgen sind somit geplante. Es sollte doch eigentlich verwundern, dass Europas konservative Regierungen eine Politik betreiben, die man noch bis gestern nur bei den Sozialdemokraten vermutet hätte. Mit so ein paar „Quertreiber“ wie Orban. Doch genau das ist das bemerkenswerte: Im Nachhinein scheint eben dieser Orban auf der ganzen Linie bestätigt. Während Orban sichtbare Grenzen aufbaut, werden bei uns virtuelle Grenzen gezogen, sprachliche Grenzen, die aber dann von dem sog. Pack als reale Grenzen definiert werden, als orbansche. Und worin liegt denn auch der tiefere Sinn, dass man, während man die Balkanflüchtlinge beschleunigt nachhause schickt, den Rest der Welt balkanisiert? Und diese Konservativen wären mit dem Klammersack gebürstet, wenn sie nicht genau diese Richtung in ihrer Politik im Auge hätten. Welche Grenzen wären dann noch schützenswert, wenn nicht die virtuellen? „Chauvinismus“ heißt das Zauberwort. Die Völker werden darauf vorbereitet, auf „Völkerwanderungen“ ganz anderen Ausmaßes zu reagieren. Ich habe den Begriff „Völkerwanderung“ schon recht früh verwendet. Nicht weil ich da die Flüchtlinge etwa zu denunzieren wünschte, nein, weil solche Wanderungen die logische Konsequenz aus einer entsprechenden Politik sind, und einer gewissen Dialektik folgen. Ganze Völker auf der Flucht, das sind keine Fluchtbewegungen mehr, sondern Völkerwanderungen. Welche Macht hat man gegen solche Völkerwanderungen? Keine, wie wir wissen. Auch die Römer wollten die Westgoten mal integriert haben, innerhalb ihres Reiches, als diese noch „Flüchtlinge“ waren – vor den marodierenden Hunnen. Die Herrschenden kennen die Geschichte. Keine Diplomatie wird Bestand haben. Kein Zaun wird halten, keine offizielle Armee wird sich dem dauerhaft entgegen stellen. Also baut man eine virtuelle Mauer auf, eine, die möglichst viele Menschen in den Köpfen tragen sollen – die chauvinistische. In Deutschland überlässt man das aber gewissen Akteuren, „Pack“ genannt. Und während man die Arme noch ausbreitet, zum Willkommensgruß, wird dahinter das Maschinengewehr in Stellung gebracht. Das „Maschinengewehr“ ist im Moment noch eine Metapher!

Ignoranz kommt schlimmer als Penetranz
Das mag ja stimmen, Frau Heuse. Doch auch der wirtschaftliche Ruin, und nicht der Erfolg, wird folgen. Doch das Abschalten der Kommentarfunktionen ist und bleibt ein redaktionspolitischer Fehler, der wiederum einer schon lange sich abgezeichnet habenden politischen Linie zu folgen scheint; und der die ökonomische Krise verstärken wird. Und das nennt man Zensur, wenn auch eine unkluge. Schon zuvor war es kaum möglich zum Thema „Antisemitismus“ etwas Ernsthaftes zu posten. Auch und gerade nicht, wenn man gegen Antisemitismus argumentierte. Ich erinnere da an die Causa Walser-Reich-Ranicki. Da wurde nicht freigeschaltet, was nicht sein durfte. Und wenn wir schon beim Thema sind: auch gewisse politisch-mediale Größen konnte man nicht kommentieren, wie Reich-Ranicki zum Beispiel, oder auch Walser. Und auch Schirrmacher persönlich zeigte sich hin und wieder empfindlicher als er es eigentlich, bzw. die Sache verdient hatte. Doch seit Schirrmachers Tod (das mag Zufall sein!), lohnt es sich überhaupt nicht mehr die FAZ zu kommentieren, abgesehen davon, dass man es auch nicht mehr kann. Zumindest nicht mehr zu den Themen, die eigentlich interessant sind. Die FAZ scheint sich vor ihrem eigenen Publikum, speziell den Konservativen, mehr zu fürchten, als vor ihren (linken oder liberalen) Kritikern. Eine solche Linie kann kein Medium durchhalten, jedenfalls nicht auf Dauer. Für wen schreibt diese Zeitung eigentlich noch? Ich bin ein Linker, ein Marxist, also kein Konservativer; aber ich bedaure es, dass es so nicht mehr möglich ist, sich mit den Konservativen auseinander zu setzen. Und welchen Grund sollte ich sonst haben, diese Zeitung zu lesen? Ignoranz wirkt schlimmer als Penetranz. Und wer die Konservativen glaubt ignorieren zu dürfen, befördert sie. Und das beschreibt im Prinzip die gesamte gegenwärtige Politik. Eine fatale, wie ich finde

blogs.faz.net/deus/2015/09/29/das-pack-lernt-schneller-als-die-politik

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