Die Zeit der Ruhe ist eh vorbei

Die Zeit der Ruhe ist eh vorbei
Es macht schon gar keinen Sinn mehr, sich in dieser Sache auf die eine oder andere Seite schlagen zu wollen. Wir sind bereits mittendrin, was der Papst als eine Art „3. Weltkrieg“ bezeichnet. Einem Krieg, der in Etappen kommt und der von Beginn an Elemente des Bürgerkriegs enthält. Und natürlich eine Art Völkerwanderung. Sachlich kann man sich dem Thema nur noch nähern, indem man möglichst wenig auf betroffen macht, obwohl wir alle schon mehr betroffen sind, als uns lieb ist. Man kann die Dinge nur noch beschreiben, so als wären sie bereits Geschichte. Natürlich gäbe es Möglichkeiten in diese „Geschichte“ noch einzugreifen, dafür zu sorgen, dass sie nicht Geschichte wird. Doch von welcher Position aus? Mit welchen Kräften? Mit welchen Zielen? Ich ahne es, dass die Völkerwanderung nicht nur noch lange nicht abgeschlossen ist, sondern auch noch voller Überraschungen sein wird. Durchaus denkbar, dass die Menschen recht bald nicht mehr nach Europa fliehen, sondern von dort weg. Denn rein zur Abschreckung dienten Atomwaffen nie; das wurde ihnen nur nachträglich, sich selbst beruhigend gewissermaßen, bescheinigt. Und wohin fliehen wir dann aus Europa? Nach Afrika vielleicht? Und wir werden dann dort vermutlich so begrüßt, wie wir das heute vorleben – hier. Ich denke also, dass es das ist, was wir uns klar machen und Leuten vermitteln sollen. Bei allem Egoismus, der so berechtigt wie verzweifelt daherkommt. Bei allen Gefühlen des Überfordert-seins. Die Zeit der Ruhe ist eh vorbei. Der satte Bürger mag das bedauern. Es hilft nicht.

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