Jeder ist der Feind

Jeder ist der Feind
Ein wirklich guter Beitrag, denn er lässt in Bezug auf das Objekt des Geschehens nichts aus, sagt genau worum es geht. Doch zum Subjekt erfahren wir nichts. Worin begründet sich die Behauptung, dass diese Politik (der herrschenden Klasse) „alternativlos“ sei? So stelle ich die Frage: Ist es wirklich die Macht der USA, oder nicht in Wahrheit die Ohnmacht? Die Ohnmacht des Kapitals schlechthin. Einerseits wähnt es sich befreit vom „inneren Feind“ – dem Klassenfeind –, seit der Niederringung des äußeren „Klassenfeindes“, andererseits führt es einen „War on Terror“, der sich in Wahrheit als nachwievor innerer Kampf darstellt. Gegen sich selbst. Hieß es früher: der Feind meines Feindes ist mein Freund, heißt das aktuelle Paradigma: Jeder ist der Feind. Das von Marx angeführte „notwendige Phantasma“/ des bürgerlichen Subjekts, scheint sich in eine notwendige Paranoia verwandelt zu haben. Notwendig, ob seiner „Alternativlosigkeit“, will heißen: seiner absolut fehlenden Krankheitseinsicht.

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