Die revolutionäre Kritik ist nicht obsolet, nur weil Konterrevolutionäre sich ihrer Semantik bedienen

Die revolutionäre Kritik ist nicht obsolet, nur weil Konterrevolutionäre sich ihrer Semantik bedienen
Dass der Unterschied zwischen Demokratie und Diktatur nicht mehr wahrgenommen wird, dafür darf sich die herrschende („demokratische“) Klasse, die demokratisch herrschende Klasse gerne selber an die Nase fassen. Und natürlich erstaunt mich das, als Linker, als Marxist, wie gerade von konservativen Lesern die bonapartistischen Gelüste dieser Klasse angeprangert werden. Aber liegen die deswegen falsch, nur weil auch „Die Linke“ immer wieder Kräfte hervorbringt, die man gut und gerne solcher Gelüste verdächtigen darf? Die revolutionäre Kritik ist doch nicht obsolet, weil sich antirevolutionäre Kräfte ihrer Semantik bedienen, oder weil aus den Reihen der Linke auch Konterrevolutionäre hervor gehen. Und natürlich: Putin ist absolut bösartig. Doch wer hat es zu verantworten, dass sein Russland erneut „Hauptfestung, Reservestellung und Reservearmee zugleich der europäischen Reaktion bildet“ (Die auswärtige Politik des russischen Zarentums, Friedrich Engels/1890, MEW 22)? Das europäische Kapital!

faz.net/aktuell/politik/inland/demokratieverachtung-des-spiessigen-linken-mainstreams

www.pdf24.org    Sende Artikel als PDF   
Dieser Beitrag wurde in Krise des Kapitals veröffentlicht. Ein Lesezeichen auf das Permalink. setzen. Kommentieren oder einen Trackback hinterlassen: Trackback-URL.

Einen Kommentar hinterlassen

Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.