Es bonapartistet

Es bonapartistet
„Dem europäischen Diktator wird leicht noch mehr einfallen, was sich alles noch zentralisieren lässt…“ Es „bonapartistet“ wirklich gewaltig. Lenin definierte den Bonapartismus als den Zustand, wo die „Arbeiter noch nicht, die Bourgeoisie hingegen schon nicht mehr fähig“ sind, nämlich zur Machtübernahme, resp. deren – Erhaltung (Über die Pariser Kommune, S. 18, Einzelausgabe, Dietzverlag). So schickt sich diese machtverwöhnte Bourgeoisie an, solch ein Vakuum erst gar nicht entstehen zu lassen. Während man die Brüsseler „Technokraten“ der Diktatur bezichtigt, bereitet man sich auf den Tag vor, wo diese – ob des scheiternden Euros – obsolet sein könnte. Europas Konservative üben sich schon mal in der revolutionären Semantik – einer antieuropäisch-nationalrevolutionären. Doch die „Arbeiter“ Europas wissen nur zu gut, dass ihr Schicksal über das eines „vereinten Europas“ ganz sicherlich hinaus gehen wird – wo diese EU keineswegs ein revolutionäres Projekt ist – doch niemals hinter ein jenes.

faz.net/aktuell/wirtschaft/kommentar-euro-ornithologen-04-12-11

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2 Trackbacks

  • Von Altersgelüste am 5. Dezember 2011 um 20:11 Uhr veröffentlicht

    […] den Gespenstern seiner eigenen Krise – von seinen politischen Offizieren gerade einfordert – die Kabinettsdiktatur, bevorzugt die des […]

  • Von Nicht nur „Projektionsfläche“ - politische Bühne am 13. Dezember 2011 um 11:45 Uhr veröffentlicht

    […] eben nicht minder gefährlichen. Jede Form der Psychologisierung dient deren Verharmlosung. „Es bonapartistet“, betitelte ich daher erst kürzlich die Semantik eines FAZ-Artikels, wo der Redakteur nämlich […]

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