Die umfangreiche Datenerhebung auch unter den Verbündeten gehört zum „Spiel“

Die umfangreiche Datenerhebung auch unter den Verbündeten gehört zum „Spiel“
Hinter dieser paranoid wirkenden Struktur verbirgt sich eine raffinierte politische Praxis. Die Führungsmacht USA hat auch der Aufstandsbekämpfung die Führung. Als Manöver hierzu könnte man die sog. Arabellion ausmachen. Soziale Netzwerke, wie Facebook, bieten sich als Verbündete der Aufständischen an. Die Daten, die sie dabei erheben, dienen der Erstellung einer quasi intelligenten Software. Diese Software hat die Aufgabe solche Aufstände im Vorfeld schon für das herrschende Kapital unschädlich zu machen. Der Aufstand wird somit zu einem manipulierten Spiel. Gleichzeitig wird damit eine Botschaft gesendet. Nämlich, dass Aufstände im Zeitalter der Cyber-(Bürger-)Kriegsführung die Machtverhältnisse nicht ändern werden. Die Herrschaft des Kapitals wird als alternativlos vorgeführt. Und die umfangreiche Datenerhebung auch unter den „Verbündeten“ gehört zum „Spiel“. Die dabei ermöglichte Wirtschaftsspionage wird von allen Beteiligten als Kollatoralschaden in Kauf genommen.

Einigkeit in Blindheit
Gefällt mir gut, Herr Hennig. Passt zu dem, was ich schreibe („Der Feind ist das Unbegriffene“). Doch das Konfuziuszitat (gemeint ist: „Wenn über das Grundsätzliche keine Einigkeit besteht, ist es sinnlos, miteinander Pläne zu machen„, Einfügung von mir, H.B.), so richtig es im Allgemeinen sein mag und hier auch gut gemeint ist, trifft nicht so richtig. Nach meinem Verständnis, siehe auch mein Beitrag weiter unten, wird uns – dem Volk – die Uneinigkeit nur vorgegaukelt. Die Herrschaften können dem Volk gegenüber nicht zugeben, dass sie Bescheid wissen. Immer schon wussten. Wie könnten sie auch? Sie müssten eingestehen, dass das Volk keinerlei Souveränität besitzt. In wie weit sie selber, als Teil der herrschenden Klasse, diese besitzen, ist ohne Belang. Das Kapital als abstrakte Bewegung besitzt alle Souveränität. Das Subjekt des Kapitals war diesbezüglich noch nie souverän. Die ganze bürgerliche Demokratie existiert nur, insoweit sie gegen das Subjekt des Kapitals durchgesetzt wird, sich von dessen abstrakten Bewegung gar distanziert. Selbst die Herren unter ihnen, manche nennen sie Bilderberger, folgen dieser Bewegung so instinktlos wie blind.

Dialektik versus Ying und Yang
Es kann keinen Dialog geben, keinen „freien Fluss“, mit Leuten, deren Interessen mit den Meinigen nicht übereinstimmen. Konfuzius wusste das, sonst hätte er das nicht gesagt. Doch als Philosoph der Feudalherren predigte er die Einheit des Volkes mit den Feudalherren. Doch die Klassengegensätze widersprechen einer solchen Philosophie. Den Diskurs, den „freien Fluss“, gibt es nur mit Leuten, die diesen nicht zu manipulieren suchen. Mit solchen Elementen stehe ich auf dem Kriegsfuß. Das ist Kampf. Klassenkampf, wie ich es nenne. Geistiger Krieg. Aber selbst das Denken an sich findet nicht als „freier Fluss“ statt. Es ist ein Kampf der Gegensätze, im Denkprozess selbst. Denn in diesem Denken spiegeln sich die Klassengegensätze. Das ist Dialektik. Der naiven Dialektik der ersten Philosophen im antiken Griechenland vergleichbar, ist das Ying und Yang der Chinesen. Es ist dies eine bäuerliche Philosophie. Eine, die den Klassengegensatz noch nicht begriff, oder zu ignorieren suchte.

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2 Trackbacks

  • Von Nicht gegen die USA alleine am 25. Oktober 2013 um 09:39 Uhr veröffentlicht

    […] « Der Feind ist das Unbegriffene Die umfangreiche Datenerhebung auch unter den Verbündeten gehört zum „Spiel“ » […]

  • Von Das Bündnis zwischen Demokratie und Sozialismus herstellen am 29. Dezember 2013 um 13:47 Uhr veröffentlicht

    […] auffällig wegen der fehlenden Souveränität Deutschlands maulen, die engsten Verbündeten der USA seit dem 2. Weltkrieg sind. Und zwar ob ihrer Gemeinsamkeit im „Antibolschewismus“. Franz Josef […]

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