Business as usual

Business as usual
Wenn wir die „Doppelmoral“ glaubhaft angreifen wollen, müssen wir sie als die Kehrseite der Unmoral betrachten. Auch wenn die „Moral“ den jeweils ethischen Standards einer Epoche unterliegt, darf sie nicht jeder Laune geopfert werden. Diese Moral mag der Balken in unserem Auge sein, doch ist sie auch Pfahl im Fleisch. So reden wir von der „Wertegemeinschaft“, die es da zu verteidigen gäbe und meinen damit die oft fragwürdigen politischen Kompromisse oder gar rein ideologischen Prämissen einer gegebenen Gesellschaftsordnung. Nicht um den Betrug an der Frau des Präsidenten geht es, sondern um die opportunen Interessen, die im Zweifel jeden Betrug rechtfertigen, und, dass diese Interessen alle kulturellen, ethischen und moralischen Standards missbrauchend dominieren. Hier wird die Kultur der Toleranz ebenso geplündert, wie seitens jener zu Recht skandalisierten Islamisten, die Respekt für die Respektlosigkeit, die sie ihren Frauen gegenüber verüben, verlangen und auch noch erhalten. Denn business as usual.

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