Der deutsche Ulenspiegel

Der deutsche Ulenspiegel
Kommt schon schräg diese Freundschaft zwischen Lafontaine und Gauweiler. Doch für mich sind beide so etwas wie die letzten Wertkonservativen. Und das meine ich jetzt nicht mal rein polemisch. Und Lafontaine ist womöglich gar der konservativere von beiden. Denn, den Gauweiler habe ich mal als den Brecht der CSU bezeichnet. Und das war gar nicht polemisch gemeint. Und das macht ihn mehr zum Revolutionär als ihm vermutlich lieb ist, bzw. bewusst. Diesen „Brecht“ sehe ich bei dem Lafontaine allerdings nicht. Brecht hatte durchaus etwas opportunistisches. Wenn es darauf ankam, heulte er mit den Wölfen. Aber das war wohl dialektisches Kalkül. Er beherrschte das Spiel zwischen Macht und Ohnmacht, so wie die Ambivalenz in der Dialektik. Gauweiler auch. Doch Lafontaine hat mehr vom Ulenspiegel. Ich traue ihm zu, dass er uns allen den nackten Hintern zeigt. Aber nicht aus Berechnung, sondern eher aus exhibitionistischer Lust.

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