Zwei Klassen von Spielern im Casinokapitalismus

Mit diesem Beitrag tut sich der Zensor der FAZ-Redaktion wieder mal schwer. Mal sehen wie lange er rumzickt.
Nachtrag: Wurde zu meiner Überraschung freigeschaltet. Nach etwa 4 Stunden!

Zwei Klassen von Spielern im Casinokapitalismus
Das Klassensystem hat nie aufgehört, doch es scheint in ein virtuelles zu wechseln. Eines, das sich nicht mehr nach der Stellung im Produktionsprozess (von Gütern), sondern im Geldprozess richtet. Insofern sich nämlich im hochkapitalisierten Produktionsbereich die lohnarbeitende Klasse prekarisiert, bzw. dort sich auf immer weniger Köpfe verteilt. Und in dem Maße, wie Maschinen die Lohnarbeit zu ersetzen scheinen (vgl. „Das Maschinenfragment“/Grundrisse/Karl Marx), und damit die Mehrwertrate, gemessen an den wenigen doch hochqualifizierten Lohnarbeitern immer höher steigt (steigen müsste!),verflüchtigt sich die „Profitrate“ (vgl. deren „tendenzieller Fall“/Marx). Und analog des Scheins, dass Geld das Geld vermehrt (die Produktion von Dingen als die Produktion von Geld), tritt der reale Klassenwiderspruch als virtueller, als Kampf zwischen Geldgewinnern und Geldverlierern (statt Kapital vs. Lohnarbeit/Gläubigern u. Schuldnern) auf die Bühne. Als zwei Klassen von Spielern im „Casinokapitalismus“.

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