„Wer sich dagegen nicht wehrt, wehrt sich nie“

Das ist mit Abstand das Beste, das ich je zu lesen bekommen habe – in dieser Zeitung. Ich kann jedes Wort unterschreiben, vor allem aber den letzten Satz. Wer sich dagegen nicht wehrt, wehrt sich nie

Graue Eminenzen regieren ungehindert durch
Wir sollten erkennen, wie wenig aussagekräftig Wahlergebnisse sind. Und zwar nicht nur, wegen der damit einhergehenden verbesserten Fälschungsmöglichkeiten – auch in dieser Wahl spricht man von Wahlfälschungen –, sondern ob der Manipulationen des Bewusstseins selber. „Mind Control“ nennt sich da auch sinnigerweise ein CIA-Projekt. Auch wenn die 2/3, die die große Koalition stützen, die „Satten“ – die „Spießbürger“ – sind, also die, die keine Veränderung wollen, bemerken gerade diese nicht, wie im Hintergrund stetig die Fäden in Richtung Veränderung gezogen werden. So diskret wie nur selten spektakulär. Und das verweist auf die Hauptproblematik. Im „Zeitalter der Massen“ (Ortega Y Gasset, „Aufstand der Massen“) werden die Massen entmachtet. Graue Eminenzen regieren heute ungehinderter durch als das je einem Rasputin oder Kardinal Richelieu möglich gewesen wäre. Und so wie sich der Unterschied zwischen Marketing und Politik vermischt, so wird das Mediengeschäft zur Reserve der Sicherheitsdienste.

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  • Von Der letzte Kampf des Subjekts am 10. Dezember 2013 um 22:28 Uhr veröffentlicht

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