Wie wichtig eben das Bewusstsein eines Lohnarbeiters wäre

Warum überrascht es mich nicht, dass die FAZ diesen Beitrag nicht senden will. Doch beweist gerade dieser Zensurversuch, wie sehr man angesichts der schon selbst erkannten „Legitimationskrise des Kapitals“ das marxistisch konnotierte Klassenbewusstsein des „Lohnarbeiters“ zu fürchten hat.
Poste ihn dennoch das 2. Mal.
Nachtrag: Der 2. Versuch fruchtete.

Wie wichtig eben das Bewusstsein eines Lohnarbeiters wäre
Das Junckerzitat macht den abstrakten Begriff von der „Diktatur des (Finanz-)Kapitals“ so praktisch wie konkret fühlbar. Und mag sein, dass der Facharbeiter sich wie ein Mittelständler fühlt, ob seines kleinbürgerlichen Habitus innerhalb des Milliardenheeres eines anonym-globalen Prekariats, doch wo ein sog. Mittelstand ebenfalls prekarisiert, im festen Griff einer transnational agierenden Aristokratie, dort verliert der Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit nur seine Exklusivität. Wie im Manifest der Kommunistischen Partei von Marx und Engels nunmehr vor bereits mehr als 150 Jahren vorausgesagt, kann sich nämlich die Arbeit nicht befreien – von der Kapitalsdiktatur – ohne die ganze Menschheit zu befreien. Dass diese Menschheit aber erst unter das Niveau eines frühkapitalistischen Proletariats sinken muss, um sich die Notwendigkeit einer solchen Befreiung zu vergewärtigen, das macht nur deutlich, wie wichtig eben das Bewusstsein eines Lohnarbeiters wäre.

faz.net/aktuell/feuilleton/zypern-rettung-her-mit-dem-geld

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4 Trackbacks

  • Von Dauerhafte Schwächung des Immunsystems der demokratischen Völker Europas am 17. April 2013 um 20:57 Uhr veröffentlicht

    […] des eigenen Volkes zu versuchen. So ist es doch eine Steilvorlage für einen Orbán, wenn ein Juncker z.B., wie vor nicht allzu langer Zeit geschehen, öffentlich darüber räsoniert, wie er einen […]

  • Von Schlicht Barbarei! am 25. April 2013 um 20:57 Uhr veröffentlicht

    […] offene Zukunft”, nun endgültig dem Kleinbürger die Möglichkeit seine Kapitulation vor der Diktatur des Kapitals philosophisch-galant zu rechtfertigen. Nicht mehr Rebellion soll gerechtfertigt sein, sondern die […]

  • […] – rasant revolutionierten Produktivkräften. Daher die Grundprognose von Marx und Engels im Kommunistischen Manifest: Entweder Kommunismus oder […]

  • Von Wenn die Klassengesellschaft nicht wäre am 14. Januar 2014 um 12:13 Uhr veröffentlicht

    […] zur Freisetzung von Arbeit. Was eigentlich eine gute Sache wäre. Wenn von der Arbeit, besser: der Lohnarbeit, nicht die Lebensmittel abhingen, die die Menschen benötigen. Daher ist nicht nur das Eigentum an […]

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