Ein sarkastisches Spiel mit den Milieus

Ein sarkastisches Spiel mit den Milieus
Auch der Titel scheint an „beiden Enden“ zu brennen. Als ich den Anfang des Filmes sah, dachte ich ganz spontan, die meinen doch nicht etwa einen „verkohlten“, ergo: „schwarzen“ Afghanen? Wer weiß schon, dass der afghanische Shit auch „schwarzer Afghane“ genannt wird? Und genau dieses Spiel ist es, nämlich das Wortspiel vor dem Hintergrund völlig verschiedener sozialer, politischer wie habitueller Milieus unter dem Publikum, was dem Film einen ganz speziellen Sarkasmus verleiht. Einerseits bauchpinselt man eine mögliche rassistisch konnotierte Klientel unter diesem, andererseits provoziert man genau diese mit deren Ausgrenzung, insofern nämlich darauf avisiert wird, dass dort die Erfahrung mit Haschisch nicht so sehr vorhanden sein dürfte, bzw. sollte. Sind doch bekanntermaßen nur Linke und Multikulturelle Haschischraucher, also Kenner des „schwarzen Afghans“.

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