Der Spiegel wäre entzerrt

Der Spiegel wäre entzerrt
Die Wirklichkeit, die der Gier zugrundeliegt, sind die realen ökonomischen Beziehungen des Menschen. Diese sind aber nicht nur von objektiver Natur, sondern darin zugleich des Menschen Setzung als Subjekt. Dessen Blick auf sein eigenes Produkt gleicht dem in einen doppelt verzerrten Spiegel. Sein Werk und doch ein von ihm unabhängiges. Das übersteigt des Menschen Realitätssinn. Wie vor einem Fiebernden entziehen sich die Produkte des Geistes dem wachen Blick. Das Problem der Subjekt-Objekt-Dichotomie lässt im Menschen die Vision von einem „Göttlichen“ entstehen. Doch dünkt es diesem Menschen, dass ein Ende haben muss, was irgendwo seinen Anfang hat. Die Gier wird wieder vermenschlicht, aber darin nicht als des Menschen eigenes Produkt erkannt. Sie wird zu dessen 2. Natur verklärt – wie die Gesellschaft. Doch wo Gesellschaft und Natur identisch=göttlich werden, erhebt sich ein „Überschuss“. Eines Fausts „unnatürliche“ Begierde bleibt ihm als eines Teufels Werk. Der Spiegel wäre entzerrt.

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  • Von Wenn dem Subjekt die letzte Stunde schlägt am 7. Januar 2013 um 02:43 Uhr veröffentlicht

    […] Herolds Weblog Ein Weblog über Politik, Philosophie, das Leben und den ganzen Rest … Zum Inhalt springen Herzlich willkommen!Herold Binsack – ein PortraitPhilosophus MansissesMeine WerkeGrünhof-AusstellungIstanbul & MotivationsschubImpressumDatenschutzerklärung « Der Spiegel wäre entzerrt […]

  • Von Die Antwort liegt in den ökonomischen Beziehungen am 1. Februar 2013 um 15:20 Uhr veröffentlicht

    […] der Medien sein kann, sondern dass sie der Gesellschaft entspringt, d.h. im Wesentlichen den ökonomischen Beziehungen, die die Menschen innerhalb dieser Gesellschaft eingehen. Schauen wir uns nur die Groteske um die […]

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