Folter in Deutschland

Folter in Deutschland
Ein längst überfällig gewesener Beitrag. Und dass er von einer Frankfurter Stadträtin kommt, gereicht dieser Stadt zur Ehre. Dennoch: Hier in Deutschland – und gerade in Frankfurt – wurde im Kontext des Kampfes gegen das Shahregime auch gefoltert. Nicht in Gefängnissen vielleicht, aber auf offener Straße. Ich selbst war ein Opfer einer solchen Folter. Denn es ist Folter, wenn man von einer Kohorte Polizisten solange geprügelt wird, bis man schon die Sternchen vor Augen sieht. Gezielt auf den Kopf, immer auf dieselbe Stelle, oder auf die Geschlechtsteile. Im Wechsel, je nachdem was man gerade zu schützen suchte. Es gab keinen Grund für diese Prügel. Aber selbst wenn es diesen gegeben hätte, es gibt niemals einen Grund für Folter. Ich hatte Glück. Ein „Engel“, ein junger Mann, ein Anwalt rettete mich – nachdem man mich abzuführen suchte – vor weiterer Verfolgung. Aber das Trauma bleibt, ob der erlebten Wehrlosigkeit, der eigenen Rechtlosigkeit, der Verletztheit, der sich einzustehenden Schwäche.

Der ganz gewöhnliche Spießbürger
@Frau Konietzko: Dass ausgerechnet eine Frau so fragt, erstaunt mich nicht wenig. Frau Eskandari-Grüneberg hat auch nicht erzählt, ob sie persönlich vergewaltigt worden ist. Und sie wird Ihnen sehr wahrscheinlich auch nicht erzählen, was Sie da gerne wissen würden. Wen interessiert das? Warum soll sie diesem Regime (und den offenbar nicht wenigen Sympathisanten gar hier in Deutschland) auch noch in die Hände arbeiten? Warum soll sie an ihrer eigenen Verleumdung mitwirken? Doch den eigentlichen Skandal deckt sie auf, ohne das vermutlich beabsichtigt zu haben. Da zeigen sich nicht wenige (heimliche) Kumpane hinter der Fassade einer wohlfeilen Kritik. Eine merkwürdige Genugtuung, die die Opfer da erfahren müssen. Nicht der Islam scheint das Problem zu sein, sondern die Bigotterie, gepaart mit Sensationsgier, gleich unter welcher Maske. Der ganz gewöhnliche Spießbürger also.

faz.net/aktuell/politik/ausland/opfer-des-chomeini-regimes-ich-kenne-nur-die-stimmen

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Ein Trackback

  • Von Regierung der Spießbürger am 16. September 2013 um 18:39 Uhr veröffentlicht

    […] der Spießbürger Die Große Koalition, das wäre die Regierung der Spießbürger. Der letzten Spießbürger. Denn auch diese nehmen ab. Leider nicht, ob einer wachsenden Einsicht […]

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