Dialektischer Reflex

Dialektischer Reflex
Ja, warum Herr Gauweiler, sind Sie eigentlich noch in der CSU? Weil Herr Gauweiler als Gralsritter in Sachen Privateigentum auftritt, würde ich antworten. Das macht ihn so betroffen wie angreifbar. Seinen Beiträgen lässt sich schon das entnehmen, was ein Herr Sinn vermutlich (trüge er den Maulkorb nicht) als strukturellen Antisemitismus erkannt hätte. Es wird sich da auf Personen eingeschossen, einzelne Institute, gewisse Unternehmen. Ob nun gegen Goldman-Sachs oder Asmussen, das System des Kapitals, die Marktwirtschaft, mithin das Eigentum an Produktionsmitteln, wird eben nicht angegriffen. Ganz im Gegenteil, das „selbstverantwortende Eigentum“ ließe sich durchaus mit „schaffendes Kapital“ übersetzen, kontra jenes „raffenden“ eines „Geldverleihers“. Was sich da auch eines Herrn Gauweilers klugen Kopf verschließt, ist nämlich, dass jener „Manhattan-Kollektivismus“ der dialektische Reflex auf des „schaffenden“ oder „raffenden“ Privateigentums Versuch ist, sich am Leben zu halten, koste es was es wolle.

faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/europas-zukunft/peter-gauweiler-zur-zukunft-europas-wer-spart-geht-am-ende-leer-aus

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  • Von Das zu lösende Rätsel am 30. Dezember 2012 um 21:59 Uhr veröffentlicht

    […] gegen die dem Volk schon immer Verhassten. Es schwimmt auf der immer noch hochschlagen könnenden „antisemitischen Welle“. Es belastet den Steuerzahler, den „Leistungsträger“, und macht diesen wütende. In Frankfurt […]

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