Voll der Ohnmacht

Voll der Ohnmacht
Nein, diese Politik hätte es unter ihm nicht gegeben, denn die Chance dazu hatte er nicht. Die Leunaaffäre war nur der vorläufige Schlusspunkt unter einer ganzen Kette von Verstrickungen der Parteien des Kapitals in die Geschäfte des Kapitals. Nicht des deutschen alleine. Beileibe nicht. Dieses Kapital hatte spätestens mit der Wiedervereinigung seine Souveränität verspielt. Auch wenn diese Morde vermutlich nie aufgeklärt werden, aber mit den „Hinrichtungen“ Herrhausens und Rohwedders wurde die Welt Zeuge, wie diese Souveränität gerade erledigt wird. Herrhausen und Rohwedder – und da ist deren Verbindungslinie – versuchten die Wiedervereinigung als Chance, für ein neues Großdeutschland. Diese Wiedervereinigung sozusagen als Basis für ein mächtiges Deutschland. Deutschland ist mächtig, doch darin nicht alleine. Ohne die Macht Europas wäre dieses Deutschland der Zwerg, den es schon lange ist. Diesbezüglich hat Kohl Recht. Denn ein zurück gibt es nicht. Dennoch ein „weiter so“ wohl auch. Deutschland zahlt gerade zum x-ten Mal den Preis für seine neue Macht – in voll der Ohnmacht.

net/deutschland-hat-keinen-kompass-helmut-kohl-kritisiert-deutsche-aussenpolitik-scharf-24-8-2011

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Ein Trackback

  • Von Wir alle zahlen diesen Preis, und zwar mit dem Abbau des Rechtsstaates am 14. November 2013 um 18:12 Uhr veröffentlicht

    […] bis kriminellen Inszenierungen verwobene Wiedervereinigung klebt an dieser Affäre. Mehr noch: die endgültige Entmündigung des deutschen Souveräns, wie sie sich im Kontext von vertuschten NSU-Verbrechen und verharmlosten NSA-Skandalen jetzt erst […]

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