Dieser von mir gestern an die FAZ gesendete Beitrag wurde bis heute noch nicht freigeschaltet. Das ist kein Versehen, denn die Beiträge nach mir wurden freigeschaltet. Da scheint jemand große Angst vor genau der Debatte zu haben, die er doch so mutig selber mit angezettelt hat. Welche Enttäuschung!
Versuche es ein 2. Mal.
Nachtrag: Der 2. Versuch fruchtete. Merkwürdig!
Vom Subjekt zum Datenträger
Eines Schirrmachers Weckrufe gleichen nicht nur dem sprichwörtlichen Ruf in der Wüste, sie richten sich auch an diese. Wo wäre das Subjekt, das diese in politische Aktion verwandelt. Nicht wenige, die derzeit zur Wahl einer AfD aufrufen, mögen sich angesprochen fühlen. Doch haben Sie wirklich den Schneid, meine Damen und Herren, dem Kapital, dem transnationalen Kapital, den Kampf anzusagen? Einem Kapital, vor dem schon vor 20 Jahren ein Jeremy Rifkin gewarnt hat, in seinem „Das biotechnische Zeitalter“. Haben Sie gelesen und begriffen, dass Sie vermutlich nicht nur das falsche Subjekt sind, denn viel zu privilegiert, sondern auch ständig bedroht sind, von der Verwandlung in etwas ganz anderes. In ein „Fluidum“, wie Schirrmacher uns jetzt wieder klar zu machen versucht. Nein, nicht mehr nur weil „Konsumidiot“. Denn im Zeitalter des „Endes der Arbeit“ (Rifkin) geht auch der „Lohnarbeiter“ unwiderruflich verloren. Und damit dieser als Konsument. Träger eines Konsumgutes, das scheint unser Schicksal. Datenträger.
faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/ueberwachung/im-zeitalter-von-big-data-wir-wollen-nicht