Schalmeienklänge des kapitalistischen Fortschritts

Schalmeienklänge des kapitalistischen Fortschritts
Konservative Schalmeienklänge, zugegeben, eine von mir scheints willkürlich gewählte semantische Verklammerung, doch entgegen ihres altbackenen Erscheinens, eben der Big-Band-Sound der frühen sozialistischen Arbeiterbewegung, und daher ebenso fragwürdig wie jene „katholische Soziallehre“, mit der sich die Konservativen so gerne schmücken. Doch was bitte ist „sozial“, dessen Hauptsorge zwangsläufig darin besteht, die Gläubigen nicht wegverhungern zu lassen? Wenn auch darin B. Brechts Diktum antizipierend: Erst kommt das Fressen, dann die Moral. Auch bei Brecht ein nicht wirklich „sozialer“ Zynismus. Apropos: Hunger. Auch die Konservativen scheinen aktuell am Hungertuch zu nagen. Hungernd nach Aufmerksamkeit. So habe ich den bissigen Hieb in Richtung „Mutti Merkel“ immer schon als Hilferuf dechiffriert. Der Vereinsamten in ihrer emotionalen Wüste, die der sog. kapitalistische Fortschritt zwangsläufig hinterlässt. Auch so ein Widerspruch in sich: Kapitalistischer Fortschritt.

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