Die Preisform der Ware und das schlechte Gewissen der Bundesbank

Die Preisform der Ware und das schlechte Gewissen der Bundesbank
Das vorgestellte „schlechte Gewissen“ der Bundesbank scheint nicht unbegründet, denn die Bindung des Geldes an das Gold vermittelte noch über dessen Materialwert (der darin enthaltenen Arbeitszeit zu dessen Gewinnung) einen „Wert“ der Ware, gleich wie dieser zustande gekommen sein mag. Die Problematik liegt in der Preisform der Ware, welche eben nicht automatisch einen wirklichen Wert verkörpern muss: „Die Preisform läßt jedoch nicht nur die Möglichkeit quantitativer Inkongruenz zwischen Wertgröße und Preis, d.h. zwischen der Wertgröße und ihrem eignen Geldausdruck zu, sondern kann einen qualitativen Widerspruch beherbergen, so daß der Preis überhaupt aufhört, Wertausdruck zu sein, obgleich Geld nur die Wertform der Waren ist. Dinge, die an und für sich keine Waren sind, z.B. Gewissen, Ehre usw., können ihren Besitzern für Geld feil und so durch ihren Preis die Warenform erhalten. Ein Ding kann daher formell einen Preis haben, ohne einen Wert zu haben.“ (Karl Marx, Das Kapital Bd. I, Ware und Geld)

faz.net/aktuell/finanzen/finanzmarkt/geldschoepfung-wie-kommt-das-geld-in-die-welt

www.pdf24.org    Sende Artikel als PDF   
Dieser Beitrag wurde in Arbeit und Kapital, Krise des Kapitals, Wissenschaft & Philosophie veröffentlicht. Ein Lesezeichen auf das Permalink. setzen. Kommentieren oder einen Trackback hinterlassen: Trackback-URL.

Einen Kommentar hinterlassen

Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.