Weder Subjekt noch Konsument – doch fühlendes Wesen

Weder Subjekt noch Konsument – doch fühlendes Wesen
Die Bäume haben es „verdient“? Das klingt wie gewisse Kosmetikwerbung: „Sie sind es sich wert“. Mal abgesehen davon, dass diese Werbung in der Regel als Fake-news bezeichnet werden kann, welche Kosmetik hält schon ihr Versprechen?, ist ein Wertgefühl, das auf Kosmetik setzt, nichts wert. Hier wird auch nicht der „Bürger“ angesprochen, also das politische Subjekt, sondern der unwissende Konsument, dem die Einsicht in die Rohstoffe, die Produktionsbedingungen, wie in die Tricks des Marketing fehlt – von der Kenntnis der „Nebenwirkungen“ für Mensch und Natur ganz abgesehen. Doch hier ist es noch toller. Nicht nur, dass das Subjekt komplett verfehlt wird (nicht mal als Nutzer des Ökosystems), es wird auch noch ein neues Subjekt kreiert – der Baum. Ein Schuss der voll nach hinten geht: der Baum scheint tatsächlich zu spüren, wann es ihm an den Kragen geht, denn wenn das passiert, sendet er chemische Stoffe, um seine Mitbäume zu warnen. Ein fühlendes Wesen, doch weder Subjekt noch Konsument.

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