Kolonialistisch-imperialistische Hybris

Kolonialistisch-imperialistische Hybris
Richtig, Herr Clark. Und hätten wir das Kapitalvermögen, wie auch das damit notwendige Sozialvermögen, für eine solche Reise, hätten wir beides auch zur Lösung all dieser Probleme, die uns zu diesem eiligen Verlassen der Erde zwingen. Die kapitalistische Klassengesellschaft, mit ihrem pervers anmutenden Luxushabitus, wäre wohl das erste, was einer solchen Reise im Wege stünde. Doch beseitigten wir diese, böten sich uns wahrscheinlich ganz andere Perspektiven. Eine friedliche Besiedlung eines uns umgebenden oder von uns geschaffenen quasi-irdischen kosmischen Habitats, wäre dann wohl immer noch eine Option, aber eine völlig andere, wenn nicht ob unserer irdischen Verfehlungen erzwungen. Denn wohin wir auch reisten, würden wir doch nur unsere „selbstverschuldete“ Unfähigkeit (Kant umschreibend) nach dorthin transportieren. Insofern ist eine solche Weltraumeroberungsforschung, wenn nicht eh schon einer kolonialistisch-imperialistischen Hybris entsprungen, Ersatzwissenschaft.

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