Er genießt die unverdienten Prügel genau wie die verdienten

Er genießt die unverdienten Prügel genau wie die verdienten
Na ja, was will man mit einem Menschen, der heute vermutlich für jedes 2. oder 3. Wort eine Klage angehängt bekommen würde, wegen vielleicht „Sexismus“?! Nun, der Sexismus ist nicht überwunden; und ich glaube gar, er harrt dort im Untergrund auf seine Wiedergeburt. Und das ist es ja gerade: wir verdrängen nur. Kritisch, oder eben auch plakativ-satirisch, etwas benennen oder vorführen, das führt zur wahren „Reinigung“ – Be-reinigung. Slavoij Zizek hat das in seinem „Plädoyer für die Intoleranz“ am Beispiel seiner eigenen Erfahrungen in der vormals Vielvölkerarmee Titos genau so beschrieben. Dennoch ist Harald Schmidt kein Vertreter des feigreaktionären „Das muss man doch mal gesagt haben“. Er beschwert sich nicht, er genießt die unverdienten Prügel genauso wie die verdienten. Daher ist es auch nicht ganz fair, ihn am Schluss noch in einen Vergleich mit Ernst Jünger zu pressen. Ich glaube nicht, dass Harald Schmidt aus lauter an ihm verkannten Heldentum nun Schmetterlinge aufspießt.

faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/harald-schmidt-zum-60-seitdem-ist-uns-das-lachen-vergangen

www.pdf24.org    Sende Artikel als PDF   
Dieser Beitrag wurde in Das Feuilleton und das Patriarchat veröffentlicht. Ein Lesezeichen auf das Permalink. setzen. Kommentieren oder einen Trackback hinterlassen: Trackback-URL.

Einen Kommentar hinterlassen

Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.