Das gepflegte Ressentiment

Das gepflegte Ressentiment
Ach Herr Grabe, da ist sie wieder, die „rechte Kritik“, die sich als (linke) „gerechte Kritik“ aufspielt. Doch gerecht ist eine Kritik nur dann, wenn sie ihrem ganzen Inhalt und auch ihrer Form nach nicht demagogisch, nicht volksverhetzend ist, also im besten Sinne eben aufklärerisch. Schon der Begriff „Antifeminismus“ verrät den Demagogen. Der Feminismus war immer eine gerechte Sache, und das bleibt er auch dann, wenn die Führerinnen dieser Bewegung selbst nur noch ihre eignen Interessen – ihre bürgerlichen in aller Regel – verteidigen. Die Kritik hieran, wäre eine richtige, eine gerechte. Aber das meinen Sie ja nicht, sondern sie pflegen das frauenfeindliche Ressentiment. Und ähnlich verhält es sich mit Ihren anderen Beispielen. „Antiflüchtlingskritik“, das ist die Sprache jenes selbstgerechten Mobs, der seine Privilegien gefährdet sieht, oder seine Chance erkennt, die braune Brühe zur „sozialen Gerechtigkeit“ aufzurühren.

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