Der Rassismus ist ein Element des Klassenkampfes, wenn auch ein feindliches

Auch dieser Beitrag – und das ist jetzt wirklich erstaunlich – wurde von der FAZ nicht freigeschaltet, bzw. aus mein.faz.net gelöscht! Das verweist nicht nur darauf, wie sehr die FAZ sich dem ultrarechten Mainstream eines Trump anpasst, sondern auch wie sehr die politischen (auch und gerade in ihrer literarischen Verkleidung) Diskurse doch reine Alibiveranstaltungen sind! In diesem konkreten Fall kommt wahrscheinlich noch hinzu, dass ich es ihnen nicht erlaube den Rassismusvorwurf – wie gehabt – zu instrumentalieren.

Der Rassismus ist ein Element des Klassenkampfes, wenn auch ein feindliches
Dass Jack London zwischen Marx und Nietzsche oszilliert, das wäre nur unerträglich, wenn er Revolutionärer Theoretiker wäre. Was mit der Theorie nur schwer zu vermitteln geht, und das ist vielleicht ihre eigene Tragik, das ist ihre Konzepthaftigkeit gegenüber dem Leben. Doch die Literatur lebt genau davon. Was ist der Unterschied zwischen dem sog. bürgerlichen Gutmenschen, also dem, was Linke als Linksbürgertum denunzieren (und Rechte als Links missverstehen) und dem Proletarier – auch und gerade als Revolutionär? Eine Frage, der dieser Tage gerade innerhalb der Linken nachgegangen wird. In Katerstimmung – nach Trump. Im „Freitag“ sucht die stellvertretende Chefredakteurin Katja Kullmann mit „Furcht vor klugen Köpfen“ das scheinbar Unüberbrückbare zu kitten – mit wirklich guten Argumenten. Doch wo ließe sich Adrenalin (oder Testosteron) mit Argumenten bekämpfen? Der Rassismus ist ein Element des Klassenkampfes, wenn auch ein feindliches. Er ist weniger das Salz in der Suppe, als das oft zu viele Chili.

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