Entschädigung statt Befreiung?

Entschädigung statt Befreiung?
Entschädigung statt Befreiung und Gleichberechtigung? Ich weiß nicht. Vielleicht sollte man eine Art Stiftung einrichten. Eine Stiftung, die dafür Sorge trägt, dass die immer noch faktische wie strukturelle Benachteiligung und Unterdrückung Farbiger bekämpft wird. Daraus kann alles finanziert werden, von Stipendien für farbige Schüler und Studenten, bis hin zu Anwaltskosten für farbige Straftäter, bzw. für durch Polizeigewalt Geschädigte. Natürlich wären hier neue Ungerechtigkeiten möglich. Denn wo müsste die Wiedergutmachung an den Schwarzen in eine an allen vom Rassismus betroffenen Farbigen übergeleitet werden? So oder so, nicht zu unterschätzen wäre eine damit mögliche politische Rückwirkung auf das Massenbewusstsein. Denn worum geht es? Um die einmalige Abgeltung eines historischen Vorteils (und damit indirekte Rechtfertigung des damit verbundenen Unrechts), oder um die Beendigung des alltäglichen und solchermaßen fortbestehenden Unrechts?

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