Wider den kritischen Diskurs gerichtet

Wider den kritischen Diskurs gerichtet
Das Problem wird sein, dass solche Projekte, jetzt mal ganz abgesehen davon, wie sinnvoll sie (aus medizinischer Sicht) sind oder nicht, gewissen gesellschaftlichen Diskursen entgegenlaufen. So definieren wir mittlerweile behindert-sein als „anders-sein“. Auch im Kontext der Inklusionsdebatte wird sich das noch weiter verstärken. Dies ist u.a. den kritischen Diskursen innerhalb der sog. Intelligenzforschung geschuldet. So ist die Behauptung, dass Intelligenz vererbbar sei, so nicht richtig. Das, was wir Intelligenz nennen, ist die Fähigkeit sich innerhalb einer so gegebenen wie veränderbaren sozialen Struktur vorteilhaft durchzusetzen. Das, was sich ganz sicher vererbt, sind die Vorteile gewisser Subjekte innerhalb dieser Strukturen; es vererben sich die Klassenprivilegien. Doch das, was sich da von ganz unten nach oben durchsetzen muss, innerhalb solcher Strukturen, erwirbt (oder bedingt) womöglich ein weit höheres Maß an Intelligenz. Ein interessanter Gedanke, wie ich finde.

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