„Zusammenführung reaktionärster Tendenzen“

„Zusammenführung reaktionärster Tendenzen“
Mit der Installation von „Hartz-IV“ sollte genau der Damm gebrochen werden, der jetzt mit dem Mindestlohn wieder notdürftig zu kitten versucht wird. Doch der Systembruch, den die unter dem Oberbegriff der Agenda 2010 reformierte Sozialgesetzgebung zu verantworten hat, ist derart radikal, dass das wohl scheitern wird. Als „Zwang zur Selbstunterwerfung“ betitelte 2004 ein weitgehend unbekannter Marburger Autor (Frank Rentschler) das System und klassifizierte die dahinter sich verbergende „Philosophie der neuen Mitte“ (Martin Dieckmann=Martin Rheinlaender Auf dem »Dritten Weg« ins 21. Jahrhundert?) als die „Zusammenführung reaktionärster Tendenzen“. Dass die geistigen Väter dieser Philosophie zurückreichen bis in die Anfänge des Kapitalismus, nämlich zu den Gebrüdern Samuel und Jeremy Bentham, den Theoretikern des Arbeitszuchthauses und Erbauern des „Panoptikums“, erfahren wir nicht nur so nebenbei.

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